Whatsapp mit Datenhunger auf das Adressbuch

Whatsapp, eine proprietäre Anwendung um sich gegenseitig Kurznachrichten zu senden – Konkurrenten sind beispielsweise Kik Messenger und PingChat! –, ist momentan kostenlos erhältlich. Leider endete mein Ausprobieren von Whatsapp mit der Aufforderung, den Zugriff auf mein Adressbuch zu erlauben …

… denn ohne Zugriff auf die Kontakte in meinem Adressbuch verweigert Whatsapp jedes Funktionieren …

… wieso funktioniert Whatsapp nur mit Zugriff auf mein Adressbuch, analog zur genauso datenhungrigen VoIP-App «Viber»? Wieso überlässt man nicht dem Benutzer, ob er sein Adressbuch nutzen oder Kontaktadressen direkt eingeben möchte?

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30 Antworten auf Whatsapp mit Datenhunger auf das Adressbuch

  1. wazi schreibt:

    Ich hab mal irgendwo aufgeschnappt, dass dieses App nach Kontakten in deiner Nähe sucht und dir Freunde vorschlägt. Somit wird das eigene Adressbuch scheinbar dazu verwendet um es mit den Servern abzugleichen.
    Ob das aber wirklich stimmt, weiß ich nicht. Find jetzt auf die Schnelle auch keine Quelle die das belegt/widerlegt.

    • @wazi:

      Ich verstehe durchaus, dass es Funktionen gibt, für die Zugriff auf das Adressbuch notwendig ist. Aber ich möchte wissen, wieso der Zugriff erfolgt und was mit den Kontaktadressen in meinem Adressbuch geschieht. Ausserdem müsste die Whatsapp-Nutzung ohne Adressbuch-Nutzung möglich sein – genauso wie beim gewohnten Telefon … :)

      • wazi schreibt:

        Da stimm ich dir vollkommen zu. Ich halte von solchen Apps ohnehin nur wenig. Wozu gibt es schließlich IM-Dienste, oder Email? Warum soll ich da “SMS” schicken?

        • SMS selbst empfinde ich als nützlich, weil die Zustellung sofort und auf den meisten Handys – nicht auf dem iPhone – mit Empfangsbestätigung erfolgt. Leider ist SMS teuer, so dass Dienste wie Whatsapp erfolgreich sind … IM-Dienste sind genauso fragmentiert wie diese neuen proprietären «SMS»-Dienste und E-Mail wird von vielen immer noch bestenfalls einmal am Tag abgerufen – wobei gar häufiges Abrufen ja auch der Produktivität schadet, weil man ständig abgelenkt wird.

          • wazi schreibt:

            Naja, bei uns weniger sinnvoll, da fast alle Tarife eine SMS-Flatrate beinhalten oder sehr günstig als Zusatz-Paket gekauft werden können.

            • Khamelion schreibt:

              WhatsApp, Viber und Co haben aber einen entscheidenden Vorteil. Sie gehen über die Grenzen hinaus. Man kann genauso kostenlos und umsonst in Italien oder Madagaskar eine Nachricht schreiben :P

              • SMS ist auch international – und universell … man ist nicht auf das geschlossene System einer proprietären Anwendung beschränkt, und das auch noch ohne jede Export-Möglichkeiten für die empfangenen und gesendeten Nachrichten.

              • wazi schreibt:

                Und das läuft dann über das Internet-Volumen?
                Dann kann ich doch auch gleich eine Email schicken, oder?!

                • Khamelion schreibt:

                  Hast du denn schon mal eine SMS im Ausland versendet? Und nicht nur eine?
                  Da hat man überhaupt keine Kostenkontrolle mehr. Durch eine Internetflat hast man wenigstens Fix-Kosten die überschaubar sind.

                  Kann man, aber eine Email bietet nicht die Einfachheit eines InstantMessenger (man müsste schon fast eine neue Kategorie für diese Programme benennen)
                  Es fühlt sich eher wie eine SMS an.
                  Eine Whatsapp-Nachricht wird eher sofort gelesen als eine Email und erscheint auch wie eine SMS direkt auf dem Bildschirm.

              • Winnipuh schreibt:

                Hallo,
                die Aussage “Man kann genauso kostenlos und umsonst in Italien oder Madagaskar eine Nachricht schreiben” ist zu 50 % falsch !
                Wenn man in Italien oder Madagaskar mit einem W-Lan verbunden ist, stimmts.
                Ist man aber ganz normal mit dem jeweiligen Mobilfunkanbieter des Landes oder der Region verbunden, entstehen sogenannte “Datenpakete/Daten-Roaming “, wo
                ( wenn meine keine Auslandsoption hat) kosten anfallen !

      • Salid schreibt:

        In dem Fall ist das ein versuchte Fall von usability:

        WhatsApp durchsucht sämtliche Telefonnummern des Adressbuchs und sobald es eine bekannte Nummer findet (darauf basiert Whatsapp nämlich und nicht auf eigenen Kontaktnummern á la Skype or ICQ) fügt es diese deiner Favoritenliste hinzu. WhatsApp pflegt also kein eigenes Adressbuch sondern nutzt das eingebaut. Kann man gut finden oder nicht.

        Die Privacy Policy sieht aber erstmal (nach meinem dafürhalten) nicht so schlecht aus: http://www.whatsapp.com/faq/#g8

        • @Salid:

          WhatsApp pflegt also kein eigenes Adressbuch sondern nutzt das eingebaut. Kann man gut finden oder nicht.

          Sofern man die Whatsapp-Kontaktadresse des Empfängers schon kennt, ist der Zugriff schlicht unnötig.

          Die Privacy Policy sieht aber erstmal (nach meinem dafürhalten) nicht so schlecht aus: http://www.whatsapp.com/faq/#g8

          Im verlinkten FAQ-Eintrag erklärt Whatsapp lediglich, wieso die Telefonnummer des Benutzers benötigt wird und versichert ausserdem, persönliche Informationen niemals zu verkaufen. Wieso Zugriff auf das Adressbuch notwendig ist und was mit diesen Daten geschieht, erklärt Whatsapp hingegen nicht. Die Datenschutzbedingungen selbst gewähren Whatsapp grösste Freiheiten und letztlich sind diese Bedingungen und nicht die FAQ relevant:

          http://www.whatsapp.com/legal/#Privacy

          Unter anderem erklären die Datenschutzbedingungen alle persönlichen Informationen, die man als Benutzer freiwillig offenlegt, das heisst auch das Adressbuch, für öffentlich:

          Any personal information or status content that you voluntarily disclose becomes publicly available and can be collected and used by others.

      • rilak schreibt:

        @Martin
        Dir ist aber hoffentlich schon bewusst dass obige Meldung der Großmut des Programmierers zu verdanken ist? Prinzipiell kann wohl jede App per API auf dein Adressbuch zugreifen ob du willst oder nicht. Die “Netten” rufen eben vorher den Dialog auf, müssen sie aber nicht.

        Aus diesem Grung verwende ich auch ein eigenständiges Adressbuch mich ko… diese ganze Datensammelei nur noch an. Wen geht schon an was ich für Kontakte habe? Wieso Apple das nicht wie bei den Standortabfragen umgesetzt hat ist mir ein Rätsel, also Zugriff nur über “echte” exiplizite Freigabe.

        Gruß Rilak

  2. BloggingTom schreibt:

    Naja, irgendwie muss die App ja abgleichen können, welcher der Kontakte ebenfalls Whats App nutzt, damit die Kommunikation funktioniert. Ist zwar unschön, aber wahrscheinlich nötig…

    • Wieso ist das notwendig, wenn ich schon weiss, wen ich kontaktieren möchte, beispielsweise wenn ich weiss, dass Du Whatsapp nutzt und ich Deine entsprechende Kontaktadresse kenne?

      Selbstverständlich ist mit Zugriff auf das Adressbuch ein erweiterter Funktionsumfang denkbar, aber für die Grundfunktionen sollte der Zugriff nicht notwendig sein. Und beim Zugriff muss ich wissen, welche Daten abgegriffen werden und was mit ihnen wieso geschieht … wobei das Problem durch Daten von Dritten, die ich gespeichert habe, noch verschärft wird.

      • Colin schreibt:

        Sie verwenden eben auch das Apple Prinzip….ganz einfach und voller Luxus. Man muss es nur installieren und schwupps sieht man 60 Kontakte welche das Tool ebenfalls nutzen. Muss ich wieder alle Nummern erfassen von Leuten wo ich vermute das diese auch WhatsApp nutzen hat das Ding genau die gleichen Nachteile wie Skype usw…

        Ich schreibe praktisch nur noch WhatsApp Nachrichten und kaum mehr SMS. Erstens sind die Bilder schöner und grösser als bei MMS und zweitens kostet es weit weniger….da es dieses auf Symbian, Android und iPhone gibt kann das echt fast jeder installieren.

        Klar könnten die so einiges mit den Kontaktdaten machen aber der Nutzen ist eben schon erheblich…..wenn Apple sowas anbietet würde ich gerne wechseln, nur wird es dies dann nicht für Win usw. geben und somit auch gleich wieder nutzlos sein….siehe Facetime!

  3. DAMerrick schreibt:

    Schade, dann probiere ich die App nicht aus.
    Ich kenne keinen anderen Messenger oder Service der diese Funktion verlangt.

    Und Automatisches Suchen ohne Hinweis mag ich schon gar nicht.

  4. Holger schreibt:

    aus Programmierer Sicht ergibt das für mich durchaus Sinn auf die bestehende Infrastruktur zur Datenspeicherung von Adressen zurückzugreifen. Warum sollte ich mir aufwändig eine eigene Datenklasse für die Kontrakte erzeugen, wenn ich doch die systemweit verfügbare nehmen kann? Die Zugriffsabfrage aus den Screenshots ist als Sicherheitsabfrage von Seiten Apple gewünscht um hier die Benutzer darauf hinzuweisen das hier eine Verknüpfung geschlossen wird. Es gab Zeiten da wurde dieser Hinweis gar nicht gegeben.

  5. Max schreibt:

    Ich empfehle als Alternative Textie Messaging. Eine zu Unrecht vollkommen unbekannte App-Store-Perle. Traumhafte UI (mitentwickelt von Loren Brichter aka Tweetie, Twitter), sehr zuverlässig (im Gegensatz zu Whatsapp), kostenlos (wenn mit Fusion Adds) und Adressbuch-Check optional.

  6. algorhythm schreibt:

    interessant, ich bekomme nicht mal eine derartige meldung. jetzt stelle ich mir dir frage, ob whatsapp schon dabei ist meine kontakt auszulesen, oder ob ich die frage noch bekomme. gab es denn kürzlich eine neue version von whatsapp?

    • Colin schreibt:

      Diese Meldung gibt es wie bei allen Apps nur beim ersten mal wenn Du diese startest….danach siehst Du das nicht mehr, sprich wird nicht mehr gefragt. Es sei denn Du löscht Deine Daten, sprich setzt die App wieder auf 0 zurück!

  7. Arne Deeler schreibt:

    Datensicherheit und Privatsphäre sind durchaus hoch zu bewerten, aber was man hier wie in anderen Threads liest, grenzt schon an Paranoia. Elektronisch erfasste und im Datenverkehr genutzte Kontakte werden natürlich genutzt, und zwar ständig, von sehr vielen Applikationen und häufig ohne jede Nachfrage. Wer das nicht will, sollte weder Internet noch Smartphone, eigentlich nicht mal ein ‘normales’ Mobiltelefon nutzen. Für alle anderen ist WhatsApp eine gute und v.a. kostenlose Alternative zu SMS (die übrigens vor dem Beginn der Beutelschneiderei mal kostenlos waren!) ….

    • @Arne Deeler:

      Elektronisch erfasste und im Datenverkehr genutzte Kontakte werden natürlich genutzt, und zwar ständig, von sehr vielen Applikationen und häufig ohne jede Nachfrage.

      Inwiefern «natürlich genutzt»? Ich erachte es als nicht akzeptabel, wenn Apps ohne meine Zustimmung die Möglichkeit erhalten möchten, mein gesamtes Adressbuch zu kopieren.

      Wer das nicht will, sollte weder Internet noch Smartphone, eigentlich nicht mal ein ‘normales’ Mobiltelefon nutzen.

      Wieso nicht? Solange das Adressbuch nur lokal genutzt wird …

      Für alle anderen ist WhatsApp eine gute und v.a. kostenlose Alternative zu SMS (die übrigens vor dem Beginn der Beutelschneiderei mal kostenlos waren!) ….

      … nur für jene anderen, deren BRAIN 1.0 enge Grenzen kennt – allen anderen ist klar, dass sie mit ihrem Adressbuch (und damit mit den Daten all ihrer Kontakte) für die Nutzung bezahlen.

  8. apfelfreund schreibt:

    habe whattsapp letzte woche auf mein iphone 4s installiert. jetzt bin ich mehr als ertaunt, das scheinbar eine person aus meinem adressbuch sehen kann, welche weitere personen aus meinem adressbuch bei whattsapp angemeldet sind … !!! kann das möglich sein … ??? ich bin etwas erschrocken und stelle mir die frage ob ich dies verhindern kann … oder … ob ich whattsapp lieber wieder deinstallieren werde … !!! kann mir da jemand weiterhelfen … ???

    • WhatsApp bittet um Zugriff auf Dein Adressbuch und überträgt dann alle Telefonnummern auf den eigenen Nummern um einen Abgleich mit anderen Benutzern durchzuführen. Wer das nicht möchte, muss den Zugriff auf das Adressbuch verweigern – die Nutzung von WhatsApp ist neuerdings auch ohne Adressbuch-Zugriff möglich.

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