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10+ Mac App Store-Macken (Oder: Mac App Store-Macken von A bis Z)

von M. Steiger | 10. Januar 2011
Blogartikel in Zusammenarbeit mit MacMacken-Leser Simon Ingrisch

Die Vorteile des neuen Mac App Stores werden anderswo ausführlich behandelt. Nachfolgend deshalb traditionsgemäss eine Übersicht der entsprechenden Macken in alphabetischer Reihenfolge und ohne Gewichtung. MacMacken-Leser Simon Ingrisch hat freundlicherweise meine eigenen Beobachtungen umfangreich ergänzt. Für weitere Hinweise auf Mac App Store-Macken sowie allenfalls notwendige Korrekturen steht die Kommentarfunktion zur Verfügung:

40 Prozent, nicht 30 Prozent – Die häufig erwähnte 70/30-Verteilung zwischen Entwicklern und Apple gilt lediglich für die USA. In vielen Ländern, so auch in Deutschland und in der Schweiz, erhalten Entwickler weniger als 60 Prozent vom Umsatz als Honorar (Honorar, nicht Einkommen!).

Ähnliche Apps (Simon) – Im iPhone App Store wird im Fenster einer App immer noch eine Spalte angezeigt, die ähnliche Apps aufführt – was von Zeit zu Zeit ganz nützlich ist. Im Mac App Store entfällt diese Spalte komplett.

Aktualisierungen I – Der Mac App Store sieht lediglich den Verkauf von Vollversionen vor und grosse Versionssprünge sind nicht kostenpflichtig möglich. Entwickler können im Mac App Store solche Versionssprünge lediglich mit vollständig neuen Versionen umsetzen, was einen reduzierten Preis für bisherige Benutzer sowie die Datenübernahme aus der Vorversion verunmöglicht. CoverSutra-Entwicklerin Sophia Teutschler zog daraus den Schluss, ihren bisherigen Benutzer entgegen ihrem Versprechen gar keine Aktualisierungen mehr anzubieten. Teil-Aktualisierungen sind übrigens auch nicht möglich.

Aktualisierungen II – Neue Aktualisierungen für Anwendungen, die via Mac App Store gekauft wurden, werden nur gemeldet, wenn die «Mac App Store»-Anwendung läuft, sprich im Dock sitzt. Ausserdem müssen Aktualisierungen manuell vorgenommen werden. Ständige Benachrichtigungen durch einen entsprechenden Hintergrunddienst und automatische Aktualisierungen sind für Anwendungen aus dem Mac App Store nicht möglich.

App Store – «Mac App Store» oder «App Store» und damit verwechselbar mit dem iOS App Store? Die entsprechende Anwendung auf dem Mac heisst lediglich «App Store». Wer vom «App Store» spricht, muss im Ergebnis jeweils darauf hinweisen, welcher damit gemeint ist.

Apple-ID – Kein Mac App Store-Download ohne Benutzerkonto bei Apple. Apple ist damit ab sofort auf dem Laufenden, was die Nutzung von Anwendungen auf dem Mac betrifft, sofern sie via Mac App Store runtergeladen wurden. Befassen sich eigentlich schon Datenschützer damit?

Ausprobieren – Im Mac App Store können Anwendungen lediglich gekauft werden, ein Ausprobieren ist nicht möglich (beziehungsweise nur gegen Bezahlung). Etwaige Testversionen müssen Entwickler auf ihren eigenen Websites anbieten, wobei die darin erstellten Daten aber nicht in die Vollversion übernommen werden können. Genauso wie bei den im iOS App Store weit verbreiteten «Lite»-Version, mit deren Verbreitung auch im Mac App Store leider zu rechnen ist.

Auswahl (Simon) – Natürlich, das ist in erster Linie nicht Apples Schuld. Würde Apple allerdings etwas großzügiger mit den Richtlinien und der Eingangskontrolle umspringen und etwa bessere Einstiegsmöglichkeiten für bereits existente App-Entwickler bieten, so hätten bestimmt schon viel mehr Entwickler den Sprung in den Mac App Store gewagt. Und alle Ausflüchte ändern nichts an der Tatsache, dass der App Store wirklich noch sehr leer ist – in der Kategorie Wetter finden sich momentan beispielsweise stolze sieben Apps, keine davon kostenlos.

Bewertungen – Es gibt nicht einen einzigen Mac App Store, sondern einen pro Land. Dito auch für Bewertungen, was vor allem in kleineren Ländern wie der Schweiz dazu führt, dass vergleichsweise wenig Bewertungen pro App vorhanden sind. Aus dem gleichen Grund müssen Käufer in vielen Ländern für ihre Apps einen höheren Preis in Landeswährung bezahlen als wenn sie die Möglichkeit hätten, in USD zu kaufen.

Benutzeroberfläche – Einige Entwickler scheinen sich durch den Mac App Store zu Benutzeroberflächen für ihre Anwendungen jenseits der gängigen Mac-Traditionen motivieren zu lassen – ein Beispiel dafür ist die offizielle Twitter-Anwendung für den Mac (früher Tweetie). Vorbild dafür ist leider gerade auch die Benutzeroberfläche der «Mac App Store»-Anwendung.

Beschränkungen – Anwendungen müssen für den Vertrieb via Mac App Store die Zensurhürde bei Apple überspringen. Zahlreiche Anwendungen können aus diesem Grund nicht via Mac App Store angeboten werden.

Browser – Die Mac App Store-Anwendung auf dem Mac ist im Wesentlichen ein WebKit-basierter Browser, ein sehr einfacher Browser! Genauso wie im iTunes-Browser für Musik und andere Inhalte ist es insbesondere nicht möglich, Seiten in Tabs zu öffnen.

Deinstallation – Anwendungen kann man via Mac App Store installieren, nicht aber deinstallieren. Für die Deinstallation von Mac-Anwendungen muss man weiterhin Handarbeit leisten oder entsprechende Drittprogramme (mit mehrheitlich ungenügender Effizienz) nutzen.

Dock (Simon) – Sobald man eine neue App installiert, ganz egal welche, fliegt sie, wie Apple auf der letzten Keynote schon so stolz demonstrierte, hinunter ins Dock; die meisten User, so auch ich, möchten ihr Dock aber noch halbwegs übersichtlich behalten, was zur Folge hat, dass man die Apps automatisch direkt nach dem Download manuell wieder “rauszieht”; denn nach spätestens zehn, fünfzehn installierten Apps ist das Dock ohne eigenes Eingreifen schon ziemlich überfüllt. Hier wäre zumindest eine Option, ob die Apps ins Dock fliegen sollen, schön.

Download-Verzeichnis (Simon) – Apples Download-Verzeichnis macht mit dem Start des Stores zu. Somit gibt es aber auch (bisher) keine Möglichkeit, Widgets, Bildschirmschoner, Hintergrundbilder und ähnliches (seitens Apple) schnell und effizient zu finden. Zumindest die Widgets hätten sich ohne große Schwierigkeiten in den Store einbinden lassen – Bodega hat das bereits vorgemacht.

Fehler 100 – Zahlreiche Mac-Benutzer werden beim ersten Versuch auf den Mac App Store zuzugreifen mit einem «Fehler 100» («Error 100») begrüsst. Erneutes Starten des Mac App Stores oder ein Mac-Neustart sollen das Problem anscheinend beheben.

Genius (Simon) – Nicht jeder braucht’s, aber ab und zu ist es doch ganz nett: die App-Genius-Funktion. Um mal spontan zu neuen unbekannten Apps vorzustoßen, die bereits installierten Apps sehr ähnlich sind, ohne erst endlose Listen durchblättern zu müssen, ist Genius eine hübsche Funktion.

Gekauft, aber nicht installiert – Der Mac App Store kennt für gekaufte Apps, die bereits auf einem einzelnen Mac gekauft und installiert wurden, den Status «gekauft». Auf anderen Macs hingegen muss man die gleiche Apps erst kaufen und installieren bis sie als «gekauft» aufgeführt wird. Lediglich in der «Einkäufe»-Ansicht erhält man auf jedem Mac eine Übersicht der zur Installation verfügbaren Apps.

Grösse – Der Mac App Store ist mit gar grossen Anwendungen anscheinend überfordert, jedenfalls wurde die 7 GB grosse «Lego Harry Potter»-Anwendung wieder aus dem Mac App Store entfernt, nachdem anscheinend kein einziger erfolgreicher Download stattfand, weil der Download abgebrochen wurde.

Installiert, aber nicht gekauft – Im Mac App Store werden Anwendungen, die lokal bereits vorliegen und auch im Mac App Store angeboten werden, teilweise als «installiert» angezeigt. Mehr aber auch nicht, das heisst solche Anwendungen können insbesondere nicht via Mac App Store aktualisiert werden, sondern man muss sie dafür nochmals kaufen. Genauso um Anwendungen rezensieren zu können (E-Mail-Hinweis durch MacMacken-Leser Jan Hindermann).

Kompatibilität mit Mac OS X 10.5 «Leopard» (Simon) – Na gut, denkt man sich, irgendwo muss auch mal ein Schlussstrich gezogen werden, Apple kann eben auch nicht immer noch eine alte Betriebssystemsversion mitschleppen. Ein besonderes Paradox ist es dahingegen aber, dass einige Apps im Store eine Aufwärtskompatibilität “ab 10.5″ anzeigen, was nun eigentlich völlig überflüssig ist – denn ohne mindestens den Schneelöwen auf dem Rechner zu haben, kann man sich die App ohnehin nicht installieren.

Lizenzen (Simon) – So viel Mühe hat sich Apple mit dem Signieren der Apps nicht gerade gegeben, es kursieren bereits Anleitungen im Netz, wie sich Apps cracken und signieren lassen, wenn das auch bisher alles noch “per Hand” vonstatten gehen muss. In den nächsten Wochen oder Monaten soll allerdings ein “Cracked” Mac App Store namens Kickback von den Machern der vom iPhone bekannten AppTrackr und Installous öffnen. Fakt ist jedenfalls, dass das Raubkopieren von Apps auch auf dem Mac dadurch weitaus verbreiteter werden wird – zum Nachteil der Entwickler und der User. Schließlich ist auf dem Mac noch nicht einmal ein Jailbreak vonnöten, um eine solche Software zu installieren.

Marketing (Simon) – Das Fehlen einer Möglichkeit zur Demoversion ist ärgerlich. Noch dramatischer ist dies allerdings, da Entwicklern die gleichen Marketingoptionen innerhalb des Stores zur Verfügung stehen wie im iPhone App Store auch – eine Beschreibung, das kleine Infofenster rechts, maximal 5 (!) Screenshots im richtigen Format – und natürlich Kundenbewertungen. Mehr Screenshots, einzelne Feature-Pages oder gar ein Screencast ist bei Weitem nicht mit drin.

Nationalstaat – Die Erde zählt 200+ Staaten, Anwendungen aus dem Mac App Store sind hingegen nur in rund 90 Staaten verfügbar, wobei zwischen den verschiedenen Mac App Store-Landesversionen keine Personenfreizügigkeit besteht. Das Angebot ist dabei nicht in allen Staaten gleich und «Top-Hits» sowie andere solche Kategorien werden länderabhängig angezeigt.

Open Source – Freie Open Source-Software (FOSS) wie beispielsweise VLC kann wegen dem anscheinend notwendigen Code Signing (MacMacken-Leser Kay) via Mac App Store nicht vertrieben werden. Die frühere FOSS-Anwendung Smultron beispielsweise wird kostenpflichtig zum Download angeboten.

Passworteingabe hoch zwei (Simon) – Wer den Store neu startet und eine App lädt, muss nun zweimal das Passwort eingeben – einmal das des Computers und dann noch das des iTunes-Accounts.

Passwortgedächtnis – Die «Mac App Store»-Anwendung scheint sich das zur Apple-ID gehörige Passwort nicht merken zu können. Das Problem ist bereits aus iTunes bekannt.

Preis – Bislang wurden die meisten Mac-Anwendungen weltweit zum gleichen Preis, häufig in USD, verkauft. Im Mac App Store definieren Entwickler eine Preisklasse und Apple leitet daraus entsprechende Preise in lokalen Währungen ab. So werden für mich als Schweizer aus USD 49 beispielsweise CHF 55, was momentan fast USD 57 entspricht und einem um rund 16 Prozent höheren Preis entspricht. In anderen Ländern wie beispielsweise in Japan sind die Preisunterschiede noch grösser.

Privat, nicht-gewerblich – Gemäss den Mac App Store-AGB sind Anwendungen aus dem Mac App Store nur für den privaten, nicht-gewerblichen Gebrauch vorgesehen. Diese Beschränkung ist momentan nicht durchsetzbar, aber sollen Freiberuflicher und andere Gewerbetreibende risikieren, dafür zu einem späteren Zeitpunkt belangt zu werden? Ist überhaupt ein steuerkonformes Abrechnen von Lizenzkäufen via Mac App Store möglich?

Rabatt – Vergünstigungen und sonstige Rabatte (Bildungsrabatt, Mengenrabatt, Bundle-Angebote) sind im Mac App Store nicht möglich.

Rechnungen (MacMacken-Leser Michael) Apple ist nicht in der Lage, korrekte Rechnungen zu erstellen, beispielsweise mit Bezug auf die Mehrwertsteuer. Vielleicht sieht Apple den Mac App Store aus diesem Grund nicht für gewerbliche Nutzer vor?

Sprache – Der Mac App Store bietet keine freie Sprachwahl, sondern der Mac App Store erscheint zwingend in einer Sprache, die Apple für den verwendeten nationalen Mac App Store für passend hält.

Teil-Aktualisierung – Anwendungen aus dem Mac App Store können offensichtlich nur durch vollständiges Downloaden der neuen Version aktualisiert werden. Apple jedenfalls reichte die fehlende EndNote-Unterstützung in iWork Pages im Mac App Store nicht mit einer neuen Version nach, sondern stellt die entsprechende Aktualisierung auf einer eigenen Downloadseite ausserhalb des Mac App Stores zur Verfügung.

Übersichtlichkeit – Leider ist der Mac App Store genauso unübersichtlich wie der bestehende für iOS. Genauso wie für iOS werden auch für Mac App Store-Anwendungen Tipps aus dem Bekanntenkreis, in Weblogs und auf entsprechenden Websites notwendig sein.

Versionen I (Simon) – Im Mac App Store wird stets nur die neueste Version einer App angeboten; die muss aber nicht zwangsfristig mit allen Betriebssystemen, auf denen der Mac App Store läuft, kompatibel sein. Wenn man nun versehentlich eine App updated, die das installierte Betriebssystem nicht länger unterstützt, ist das (über hauseigene Mittel) nicht mehr rückgängig zu machen. Bisher spielt das zwar noch keine große Rolle, doch diese Problematik gab es schon beim iPhone und sie wird in ein paar Jahren beim Mac App Store ebenfalls eine große Rolle spielen. Oder werden manche Entwickler zwei getrennte Versionen ihrer App anbieten? Nicht sehr wahrscheinlich.

Versionen II (MacMacken-Leser «fellowweb») Aufgrund der Mac App Store-Beschränkungen liegen einige Anwendungen in verschiedenen Versionen ausserhalb und innerhalb des Mac App Stores vor, beispielsweise Evernote momentan in drei Versionen mit jeweils unterschiedlichem Funktionsumfang.

Verunsicherung – Viele Entwickler, die ihre Anwendungen im Mac App Store anbieten, versäumten es, ihre neue Vertriebspolitik ausreichend gegenüber ihren Benutzern zu kommunizieren. In den Weblogs von Panic und Pixelmator häufen sich im Ergebnis entsprechende Fragen von verunsicherten Benutzern. MOApp-Entwickler Michael A. Mohapp beschimpft Benutzer mit entsprechenden Fragen als DAUs.

Weiterverkauf (MacMacken-Leser Andreas) Anwendungen aus dem Mac App Store lassen sich nicht weiterverkaufen. Die Preise im Mac App Store, die von manchen als vergleichsweise tief empfunden werden, relativieren sich dadurch.

Zahlungsmethode – Ohne Kreditkarte oder Click&Buy-Konto kann man im Mac App Store nicht bezahlen und auch der Download von kostenlosen Anwendungen ist ohne nicht möglich. Ein Umweg ist immerhin über iTunes-Gutscheine möglich.

Am Mac App Store stört mich bislang vor allem, dass Anwendungen vor dem Kauf nicht ausprobiert werden können, dass ich als Schweizer für Anwendungen überhöhte Preise bezahlen muss und dass mein Passwort nicht dauerhaft im Schlüsselbund gespeichert wird. Aus allen drei Gründen bin ich Entwicklern dankbar, die zur Distribution ihrer Anwendungen nicht ausschliesslich auf den Mac App Store setzen.

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48 Kommentare

  1. Zur Deinstallation: Wie bei den meisten .app-Bundles üblich, genügt es hier ja einfach, das Programm in den Papierkorb zu ziehen. Hier kommen dem Nutzer die App-Store-Regeln zugute: Keine App-Store-Applikation darf Dateien außerhalb ihres Bundles installieren oder Systemveränderungen (Start-Up-Services beispielsweise) vornehmen. D.h. wenn das Programm im Papierkorb landet, dann ist es dort auch vollständig drin.

    Ausnahme sind natürlich plists und ähnliches in $HOME/Library – Allerdings sind das per-user Einstellungen, die bei einer (üblichen) Deinstallation sowieso nicht angetastet werden sollten.

    • Zur Deinstallation: Wie bei den meisten .app-Bundles üblich, genügt es hier ja einfach, das Programm in den Papierkorb zu ziehen.

      Woher weiss jemand, der eine App via Mac App Store gekauft hat, von dieser Möglichkeit und überhaupt, wo die entsprechende App gespeichert ist?

      Ausnahme sind natürlich plists und ähnliches in $HOME/Library – Allerdings sind das per-user Einstellungen, die bei einer (üblichen) Deinstallation sowieso nicht angetastet werden sollten.

      Wieso nicht? Programme sind IMHO erst deinstalliert, wenn sie tatsächlich nicht mehr vorhanden sind, und dazu zählen auch Daten ausserhalb des entsprechenden Bundles im «Programme»-Verzeichnis.

    • Es ist generell anerkannt, dass $HOME bei einer Applikations-Deinstallation nicht angetastet wird. So ist es in Un*x, Windows und so erwarte ich es auch von meinem Mac. Die möglichen Seiteneffekte einer $HOME-Behandlung sind einfach zu groß (Was mache ich mit geschlossenen FileVaults? Was mit anderen Usern? Was mit Usern, die ihre persönlichen Einstellungen NICHT gelöscht haben wollen?)

      Wenn ich einen RSS-Reader deinstalliere, will ich ja nicht automatisch auch alle Einstellungen im Account meiner Frau löschen. Die würde mir was husten. Anders sieht es aus mit globalen Veränderungen, kexts und Plugins unter /Library/Audio beispielsweise. Aber das dürfen App-Store-Programme ja sowieso nicht.

    • Wenn man über den MacAppStore etwas installiert wird das *.app Bundle doch automatisch in den ~/Applications Folder abgelegt. Dieser Ordner ist für alle Benutzer des Rechners/OS der selbe, was bedeuten würde, wenn du ein Programm deinstallierst löschst du es aus dem ~/Applications Ordner, somit könnte deine Frau oder ein anderer Benutzer das Programm eh nicht mehr benutzen, da es sich nicht mehr auf der Festplatte befindet.

      Es gab auch mal einen Artikel hier auf MacMacken der verdeutlichte, dass OSX (10.6,- gibt ja nur hier den AppStore) kein wirkliches Multi-User-OS, bzw nicht sehr multiuserfreundlich, ist.

      zu Lizenzen: wenn Apple da was unternehmen wird gegen die Raubkopiererei, könnte es soweit kommen das wir bald für OSX einen Jailbreak benötigen um Software zu installieren und sei es nur um OpenSource Programme nutzen zu können, da es ja wahrscheinlich nie nicht dazu kommen wird, das Open Source im AppStore veröffentlich wird.

    • Wenn ich ein Programm deinstalliere, heißt das noch lange nicht, dass ich auch alle Einstellungen (u.U. sogar für alle User) löschen möchte. Vielleicht deinstalliere ich das Programm nur vorübergehend? Oder ich brauche die Einstellungen, weil ein anderes Programm sie importieren soll?

      Ich lösche ja auch nicht alle meine Word-Dokumente, nur weil ich Word deinstalliere.

    • Sry, aber ein vernünftiges Programm fragt mich nicht nur bei der Installation ob es ausschließlich für mich oder für alle Benutzer des Windows-Rechners zur Verfügung stehen und soll, sondern fragt mich auch, ob ich während der Deinstallation auch gespeicherte Prfoile, Speicherstände, temporäre Dateien etc. behalten oder ebenfalls löschen möchte.

    • Auf Windows-Rechnern würde das aber nur für das aktuell angemeldete Profil funktionieren sofern der Deinstaller im entsprechenden Kontext läuft – läuft er in einem Installer-Kontext (bzw. als SYSTEM in einem gemanagten Windows), dann hat er zwar Zugriff, müsste aber alle Profile abfragen, was er in der Regel nicht darf und vor allem nicht soll. Verschlüsselte Profile, Roaming Profile usw. bleiben außen vor, da sie zur Laufzeit entweder nicht zugänglich sind oder auf dem lokalen Rechner nicht existieren. Und die Gefahr, bei einem Profil etwas zu löschen, was nicht gelöscht werden sollte, ist gegeben. Deswegen löschen die solche Deinstaller – wenn überhaupt – nur Userdaten im aktuell angemeldeten Profil. Wobei die allermeisten das ganz sein lassen, und damit eine Horde Admins ein wenig glücklicher machen :)

  2. GPL-Software verträgt sich nicht mit der Signierung des Codes und ist daher auch nicht via AppStore zu haben (z.B. VLC).

    Aus Anwendersicht finde ich es prinzipiell gut, dass Updates immer kostenlos sind. Die erwähnte problematische Datenübergabe an eine komplett neue Version (neues Programm im AppStore) sollte auf dem Mac kein Problem sein. Die Programme laufen ja nicht abgeschottet in eine Sandbox.

    Genius wird mit Sicherheit nachgereicht.

    • GPL-Software verträgt sich nicht mit der Signierung des Codes und ist daher auch nicht via AppStore zu haben (z.B. VLC).

      Richtig, aber Apple hätte es in der Hand, auch den Vertrieb von freier Open Source-Software via Mac App Store zu ermöglichen. Es wäre aber überraschend, wenn Apple den eigenen Benutzern diese Freiheit zugestehen würde.

      Aus Anwendersicht finde ich es prinzipiell gut, dass Updates immer kostenlos sind.

      Kostenlose Aktualisierungen entsprechen nicht der Realität, denn Entwickler leben nicht von einmaligen Lizenzierungen ihrer Software. Aus diesem Grund ist bei Software, die weiterentwickelt wird, früher oder später eine kostenpflichtige Aktualisierung notwendig, ob das den Benutzern nun gefällt oder nicht.

    • Updates sollten schon kostenlos sein. Upgrades hingegen dürfen gern etwas kosten. Natürlich sollte man dann auch dasselbe meinen :)

      Apple definiert das z.B. so: http://support.apple.com/kb/HT1444

      Und ich verwende es auch so: upgrade verbessert, vermehrt den Nutzen, wohingegen ein Update lediglich Fehler beseitigt, oder es gegebenen Veränderungen anpasst: Wechselkurse werden updated wohingegen Windows von XP auf 8 upgraded wird.

      Das deutsche Aktualisieren ist da etwas zwei-uneindeutig.

    • Software-Kauf ist eben auch Vertrauenssache. Wer jetzt noch Geld bei Frau Teutschler lässt, ist selbst schuld. Wer mutig ist, könnte ja mal mit rechtlichen Schritten drohen. Frage ist ob dieses Upgrade-”Versprechen” auch in den entsprechenden Kaufvertrag gegossen wurde.

    • Nebenbei gefragt (ursprünglich in der VLC-DRM-Diskussion zum iOS-App Store):

      Wieso gibt es eigentlich nicht längst einen Open Source-«App Store» für den Mac?

      Package Management ist für *nix-Systeme längst Standard und Fink sowie MacPorts zeigen, dass Package Management auch auf dem Mac funktioniert. Gefragt wäre nun mehr Benutzerfreundlichkeit … gefördert durch populäre Open Source-Software wie Firefox, Handbrake, Transmission oder VLC könnte man einen solchen «App Store» problemlos etablieren.

  3. Peter David Anderson 10. Januar 2011 um 10:11 Antworten

    Hallo!

    Vorsicht im Mac Appstore!!!!!

    Leider bin nicht nur ich betroffen :-( Ich hatte das Game Chopper für 79 Cent gekauft. Dieses sollte sich als grossen Fehler herausstellen. Denn, hier ist man nun an meine iTunes Account Daten gelangt. Click & Buy, möchte nun statt 0,79 Cent 100,79 Euro :-( JA, ich bin fast umgefallen. Auch vom iTunes bekam ich die Rechnungen, von angeblich 2 gekauften Geschenkgutscheinen, die ich gar nicht gekauft habe.

    in China, werden dies iTunes Accounts verkauft, auf dieser Seite hier:

    [Moderation: URL aus Sicherheitsgründen entfernt.]

    Auch hier zu sehen, ich bin nicht alleine betroffen :-(

    http://www.macuser.de/forum/f126/gutscheine-kaeufe-ueber-566985/

    und hier:

    http://www.maclife.de/forum/viewtopic.php?f=15&t=66673&start=0

    Also, ich habe erst mal genug vom Mac Appstore.

    Nun warte ich auf Antwort von Apple und Click & Buy.

  4. Danke für die Auftsellung – hier zur Ergänzung noch mein Kommentar zum Mac-App-Store:
    http://www.therapage-webdesign.de/blog/blog.php?id=1181919852881118000

    Mich ärgern v.a. auch die Folgen für Freiberufler und Gewerbetreibende – und da ich fürchte, dass der App-Store zum üblichen weg der Software-Installation werden wird, wird er wohl zu einem Problem für Leute, die ihren Rechner geschäftlich nutzen.

    Apple ist mir mit dem App-Store jedenfalls ein gehöriges Stück unsympathischer geworden

    • Vielen Dank für den Hinweis auf Deinen Blogartikel. Ich habe die Macke mit der formal nicht korrekten Rechnungen im obigen Blogartikel ergänzt.

      In Deinem Blogartikel ist Dir übrigens ein Fehler unterlaufen:

      Das DRM ist an die Apple-ID gebunden – und diese wiederum an den Rechner. Wechsele ich den Rechner, habe ich ein Problem und schlimmstenfalls darf ich meine gesamte Software neu kaufen. Offiziell ist die Installation auf bis zu 5 Rechnern erlaubt – doch was, wenn ich meinetwegen fünf verschiedene Benutzeraccounts auf dem gleichen Rechner habe?

      Apps aus dem Mac App Store dürfen nach Angaben von Apple auf mehr als fünf Macs installiert und genutzt werden. In der Hilfe der «Mac App Store»-Anwendung findet sich folgender Passus:

      Nachdem Sie eine App gekauft haben, können Sie diese kostenlos auf jedem Mac installieren, den Sie verwenden.

    • du verweist auf diesen Passus:

      “Nachdem Sie eine App gekauft haben, können Sie diese kostenlos auf jedem Mac installieren, den Sie verwenden.”

      Stimmt, aber ich verstehe das so, dass es max. 5 Rechner sein dürfen. Insofern ist mir da kein Fehler unterlaufen.

      Das sieht dann u.U. durchaus so aus, dass bereits 2 Rechner als “benutzt” gelten, wenn du iTunes z.B. auch in der Windows-Parallels-Emulation auf dem gleichen Rechner laufen hast, denn der emulierte Windowsrechner gilt als eigener Rechner (steht auch so in diversen Apple-Dokumenten).

      Bei mir sind übrigens bereits 3 Rechner “belegt”: Einmal mein iMac, dann das emulierte Windows 7 auf dem gleichen iMac (und auf der gleichen Partition) und dann noch ein in eine externe Festplatte ausgelagertes Zweitbetriebssystem, dass aber letzlich doch über den gleichen iMac gestartet wird

    • Stimmt, aber ich verstehe das so, dass es max. 5 Rechner sein dürfen.

      Wie gelangst Du zu diesem Verständnis?

      Apple jedenfalls erwähnt keine Beschränkung auf fünf Macs – auch nicht in der offiziellen Mac App Store-FAQ:

      Can I use apps from the Mac App Store on more than one computer?

      Apps from the Mac App Store may be used on any Macs that you own or control for your personal use.

    • Wie gelangst Du zu diesem Verständnis?

      Probier mal mehr als 5 Rechner.

      Dann bekommst du eine Fehlermeldung:

      “Sie können nur Accounts auf maximal 5 Computern aktivieren”

    • @Michael:

      Probier mal mehr als 5 Rechner.

      Dann bekommst du eine Fehlermeldung:

      “Sie können nur Accounts auf maximal 5 Computern aktivieren”

      Kannst Du dieses Verhalten bitte dokumentieren? Es wäre sehr interessant, darauf verlinken zu können. Ich verfüge leider nicht über genügend Macs um das Problem verifizieren zu können.

    • hier noch ein Text aus Apples eigenen Dokumenten:

      “Sie können bis zu fünf Computer (Macintosh, Windows oder beides) gleichzeitig aktivieren. Wenn Sie ein gekauftes Objekt auf einem sechsten Computer wiedergeben möchten, müssen Sie zuerst einen anderen Computer deaktivieren”

      Anders würde das DRM in den Apps ja auch kaum Sinn machen

    • @Michael:

      “Sie können bis zu fünf Computer (Macintosh, Windows oder beides) gleichzeitig aktivieren. Wenn Sie ein gekauftes Objekt auf einem sechsten Computer wiedergeben möchten, müssen Sie zuerst einen anderen Computer deaktivieren”

      Wo steht das im Zusammenhang mit dem Mac App Store?

      «Wiedergeben» als Begriff deutet auf die bekannte Regelung aus dem iTunes-Store hin.

    • Wo steht das im Zusammenhang mit dem Mac App Store?

      das findest du bei Infos in Zusammenhang mit der Apple-ID. Und die deckt sowohl den iTunes- als auch den App-Store ab.

      Wie gesagt: Anders würde DRM bei den Apps auch keinen Sinn machen

    • Michael: Ich glaube du meinst iTunes. Dort kannst du maximal 5 Computer aktivieren (und deaktivieren) für die Widergabe. Dazu zählt auch iTunes unter Windows (egal ob emuliert oder nicht) dazu.

    • @Michael

      [...] und dann noch ein in eine externe Festplatte ausgelagertes Zweitbetriebssystem, dass aber letzlich doch über den gleichen iMac gestartet wird.

      Mit einem oder mehreren bootfähigen Klon(en) von deinem Rechner pssiert dir das nicht. #nurmalsoalstipp

  5. alternative zu den itunes geschenkgutscheinen, click&buy und normalen kreditkarten von der bank find ich prepaid kreditkarten.. v.a. wenn man auch mal einen flug oder so buchen will. hab mir meine online auf http://www.yunacard.com bestellt – bin recht zufrieden, gibt aber natürlich auch andere (mediuscard, vexcard usw)

  6. Pingback: MacBite – Apple & Mac News Blog » » Mac App Store – ein kritischer Kommentar

    • Stimmt – und dadurch relativieren sich auch die bisweilen als vergleichsweise preiswert wahrgenommenen Preise im Mac App Store. Ich habe obigen Blogartikel entsprechend ergänzt.

  7. zwei Dinge, die mir noch in den Sinn kommen:

    1. dass die US-amerikanischen Moralvorstellungen im App-Store restriktiv sein werden, lässt die Erfahrung mit dem iTunes-Store vermuten. Mir bereitet das erhebliches Unbehagen, den die rückwärtsgewandte Prüderie der Amerikaner könnte hier auch betreffend der Bewertung von Software ihre Blüten treiben

    2. Apple behält sich ja vor Software vor der Bereitstellung im App-Store zu überprüfen. Nun stelle ich mir vor, irgendein Developer hat eine pfiffige Idee, die er gerne vermarkten möchte. Wer verhindert nun, dass Apple, diese Software aus nicht nachprüfbaren Gründen zwar ablehnt, dann die dahinter stehende Idee aber “klaut” und selbst verwertet?

    Zwei weitere Gründe, die mir diesen Store sauer aufstossen lassen…

  8. Pingback: iReview 02/2011 - iPad, iPhone - ApfelBlog

  9. Ein paar Anregungen und Kritik an deiner/eurer Liste:

    Übersichtlichkeit: Sehe ich nicht als Macke, vielleicht eher als fehlende features ala ping.

    Weiterverkauf: Ein Gegenbeispiel fände ich hier interessant.

    Kompatibilität mit Mac OS X 10.5 «Leopard»: Ist das nicht ein Fehler der Entwickler?

    Installiert, aber nicht gekauft: Wie sollte es stattdessen funktionieren? Wie kann Apple wissen ob die Software original oder raubkopiert ist?

    Genius: Wird von euch nicht als Macke, sondern als “hübsche Funktion” beschrieben.

    Fehler 100. ist/war eine Macke/bug, stimmt, existiert dieser bug denn noch immer?

    Download-Verzeichnis: man kann sich darüber streiten ob es eine Macke des Mac Appstores ist.

    Dock: Ach bitte, kommt schon. :)

    Browser: Wieso soll das eine Macke sein? Mal abgesehen von den tabs, die hoffentlich noch nachkommen.

    Benutzeroberfläche: Wwitter ist ein anderes Thema, und außerdem scheinen viele die Twitter gui sehr zu mögen wie man oft im netz liest.

    “Beschränkungen” und “Auswahl” kann man wohl zusammenfassen.

    Finde diese Liste etwas zu sehr erzwungen.

    Vielleicht wtwas Off-Topic: Die resultierende Einheitlichkeit durch GUI-Richtlinien wird oft zu streng genommen, was dem Benutzer nicht immer hilft. Meine Meinung.

    Danke für das Lesen. :)

    • Edit: Nachdem ich deinen Artikel über das GUI von Twitter und deinen Kommentar dazu gelesen habe, nehme ich zurück was ich zu Twitter im Punkt “Oberfläche” geschrieben habe. Ebenso den letzten Satz über Einheitlichkeit des GUI. Da möchte ich dir zustimmen.
      Liebe Grüße

    • Weiterverkauf: Ein Gegenbeispiel fände ich hier interessant.

      Ich habe Software-Lizenzen schon verschiedentlich weiterverkauft, nachdem ich für einzelne Programme keine Verwendung mehr hatte. Bei einigen Programmen ist sogar eine offizielle Übertragung der Lizenz möglich, beispielsweise bei der GTD-Anwendung «Things».

      Installiert, aber nicht gekauft: Wie sollte es stattdessen funktionieren? Wie kann Apple wissen ob die Software original oder raubkopiert ist?

      Ich gehe davon aus, dass verwendete Software korrekt lizenziert ist, falls es sich nicht sowieso um freie Software handelt. Ich bitte Dich im Übrigen, den unsinnigen Begriff «Raubkopie» bei MacMacken nicht zu verwenden.

      Finde diese Liste etwas zu sehr erzwungen.

      Deine Meinung – ich lasse Deinen Kommentar entsprechend stehen ohne auf jeden Punkt einzugehen. Vielen Dank für Deine Ergänzungen, vielleicht meldet sich Simon Ingrisch auch noch zu Wort! :)

  10. Hallo,

    mein AppStore blockiert alle Updates und Downloads. Das Programm-Logo springt noch ins Dock – und dann bleibt es hängen ohne auch nur ein bisschen runter zu laden. Alles blöd. Weiss jemand einen Ausweg?
    Danke!
    Pit

    • Ich habe seit dem 08.03. 2012 das gleiche Problem. Gekaufte Apps werden abgebucht, landen aber nicht auf dem Rechner. Komischerweise gehen Einkäufe bei iTunes ohne Probleme. Da hilft nur
      Rückbuchung. Fietzo

  11. Pingback: Neues im Mac App Store: The Unarchiver

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