Mobile Datenübertragung mit «launch2net Premium»: Komfortabel, aber teuer

«launch2net Premium» ist eine Mac-Anwendung, die verspricht, Mobilfunk-Datenverbindungen effizient und komfortabel herzustellen. In den letzten Tagen hatte ich die Gelegenheit, «launch2net Premium» selbst zu nutzen. Das erfreuliche Fazit lautet, dass «launch2net Premium» im beworbenen Umfang tadellos funktioniert, das heisst nach erfolgter Installation und leider notwendigem Mac-Neustart konnte ich mein USB-Modem von Huawei sofort verwenden und musste mich nicht um die notwendigen Treiber, die Netzwerkeinrichtung und die Zugangsdaten kümmern. Genauso war es versuchsweise mit anderer Hardware und anderen Schweizer Mobilfunk-Anbietern möglich.

Ergänzend zu dieser Kernfunktion bietet «launch2net Premium» die Möglichkeit, einen Mac als WLAN-Hotspot einzurichten, beispielsweise um einem iPod Touch oder Mobilfunk-losen iPad den Internet-Zugang zu ermöglichen. Auch diese Funktion funktionierte – allerdings nur mit unsicherer WEP-Verschlüsselung und nur für mobile Datenverbindungen –, genauso wie die weitere Zusatzfunktion zum Senden, Empfangen und Verwalten von SMS-Nachrichten. Die Statistikfunktion zu den genutzten Verbindungen erwies sich ebenfalls als informativ, wobei sie selbstverständlich nur Sinn ergibt, wenn man das entsprechende Mobilfunk-Abonnement nicht auch noch für Verbindungen mit anderen Geräten ohne Erfassung durch «launch2net Premium» nutzt.

Was gibt es an «launch2net Premium» zu bemängeln?

Mit EUR 49.90 zur Nutzung auf einem Computer und EUR 125.00 zur Nutzung auf bis zu drei Computern ist das Hilfsprogramm sehr teuer. Der hohe Preis dürfte vor allem daher resultieren, dass die meisten Mobilfunk-Anbieter ihre Mobilfunk-Hardware ohne brauchbare Mac-Unterstützung auszuliefern. Wer nicht in der Lage ist, sein USB-Modem selbst zu konfigurieren, muss deshalb auf eine Alternative wie «launch2net Premium» ausweichen. Und selbst wenn man sein USB-Modem selbst einrichten könnte, spricht allenfalls der dafür notwendige Zeitaufwand dagegen.

«launch2net Premium» wird wie erwähnt pro Computer lizenziert. Diese Lizenzierung wird mittels Aktivierung abgesichert – halbwegs verständlich, aber nicht benutzerfreundlich. Wer mehr als einen Mac nutzt, muss «launch2net Premium» ausserdem mehrfach lizenzieren.

Die Benutzeroberfläche von «launch2net Premium» wirkt wenig Mac-like und kommt altmodisch daher. Sie erfüllt aber ihren Zweck, wenn auch nicht allzu ästhetisch. Dazu zählt beispielsweise auch, dass «launch2net Premium» in der Menübar von Mac OS X unnötig viel Platz beansprucht und die Fenster des Hilfsprogramms überhaupt sehr grossformatig daherkommen.

Mein Fazit bezüglich «launch2net Premium» ist wie oben schon beschrieben positiv, abgesehen vom hohen Preis sind die gefundenen Macken weitgehend harmlos … beim Preis muss jeder potenzielle Käufer selbst ausrechnen, ob bereit (oder überhaupt in der Lage) ist, seine mobilen Mac-Datenverbindungen selbst einzurichten oder ob «launch2net Premium» diese Aufgabe letztlich kostengünstiger erledigen kann.

Leserfragen zu «launch2net Premium» beantworte ich gerne nachfolgend als Kommentar oder direkt per E-Mail.

Hinweis: Die Herstellerin «nova media» stellte mir freundlicherweise eine Lizenz zum Ausprobieren von «launch2net Premium» zur Verfügung.

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10 Antworten auf Mobile Datenübertragung mit «launch2net Premium»: Komfortabel, aber teuer

  1. Jan Fuellemann schreibt:

    Hi,

    kurze Anmerkung – eine Lizenz kann natürlich von einem Rechner auf einen anderen übertragen werden. Der Preis rechtfertigt sich hauptsächlich damit, dass ein Kunde im Ausland gleich eine PrePaid-Karte nutzen kann – ohne bei einer fremdsprachigen Telefonhotline nach Zugangsdaten etc. fragen zu müssen. Natürlich geht es immer auch manuell – keine Frage – das ist u.U. aber langwierig und kann – wie schon einmal passiert – auch mal ein System schrotten, wenn falsche USB-Treiber genutzt werden.

    LG

    Jan von nova media

  2. Schlumpi schreibt:

    Auch wenn der Preis hoch erscheint, letztendlich habe ich den Kauf nicht bereut.
    Einfach komfortabel, v.a. wenn man mit mehreren UMTS-Karten und SIMs hantiert, da man sich dann nicht mit mehreren Tools der verschiedenen Netzbetreiber ärgern muss (oder für den Mac nicht erhältlich sind oder noch schlimmer, so veraltet, dass man sich mit Hängern oder gar Kernel Panics rumplagen muss).
    Auch meine Anfragen an den Support wurden bisher immer schnellstens beantwortet und gelöst.

  3. flexo schreibt:

    “einen Mac als WLAN-Hotspot einzurichten”: Kann OS X auch. Auch nur mit WEP soweit ich weiss. Habe ich öfters verwendet in den USA wenn im Hotel Geld verlang wurde für Internet per Kabel (gabs öfter als gedacht), dann per WLAN einen HotSpot geöffnet für das iPhone.

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