Swisscom-Kritik an Apple und der iPhone 4-Lancierung

In einem Interview in der heutigen SonntagsZeitung ärgert sich Swisscom-Geschäftsführer Carsten Schlotter über Apple und die iPhone 4-Lancierung in der Schweiz. Einige Zitate aus dem Interview:

[Wir haben] nicht genügend Geräte bekommen. Wir waren beim Start am Freitag vor einer Woche bereits um 10 Uhr ausverkauft. Das ist das übliche Problem bei der Lancierung eines neuen iPhone.

Auch ein sehr erfolgreiches Unternehmen muss sich überlegen, wie man eine Markteinführung eines neuen Geräts optimal gestaltet, dass der Kunde am Ende des Tages zufrieden ist. Es kann ja durchaus sein, dass mit einem neuen Gerät nicht die gesamte Nachfrage befriedigt werden kann, aber dann sei die Frage erlaubt: Wenn ich am Einführungstag zehnmal mehr Nachfrage habe als lieferbare Geräte, wie gehe ich damit um? Wie steuere ich das? Einfach nach dem Ellbogenprinzip? Nach dem Motto: Wer als Erster in den Laden kommt, wird bedient. Oder baue ich ein Reservierungssystem ein? Apple darf den Bodenkontakt zu den Kunden nicht verlieren.

Die mangelnde Transparenz ist frustrierend. Wir wissen nicht, wann wir die [neuen iPhone 4-] Geräte bekommen.

Interessant ist, wie Schlotter die anscheinend hohen «Subventionen» für das iPhone begründet:

Die Umsätze sind substanziell höher als bei Durchschnittskunden. Es sind etwa 30 Franken. iPhone-Kunden sind also wirtschaftlich sehr interessant.

Die erwähnten durchschnittlichen 30 Franken – wohl pro Monat – sind eher tief, wenn man weiss, dass das günstige iPhone-Abonnement bei Swisscom 25 Franken im Monat kostet, wobei lediglich 100 MB an Datenübertragung inbegriffen sind und sowohl für SMS als auch Sprachtelefonie vergleichsweise hohe Gebühren verrechnet werden. Offensichtlich gibt es erstaunlich viele iPhone-Benutzer, die mit einem iPod Touch fast genauso bedient wären …

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2 Antworten auf Swisscom-Kritik an Apple und der iPhone 4-Lancierung

  1. BloggingTom schreibt:

    Bin mir nicht sicher, ob mit den 30 Franken nicht eher gemeint ist, dass iPhone-Nutzer 30 Franken mehr Umsatz generieren, als “normale” Handynutzer…

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