Apple’sche Netzwerk-Spionage mit iOS und Mac OS X

Apple nutzt nicht nur iPhone, iPod Touch und iPad um weltweit Geodaten zu sammeln, sondern auch Macs mit Mac OS X 10.6 «Snow Leopard» werden dafür verwendet:

Keine große Überraschung ist die Erkenntnis, dass Apple bei seinen verkauften iPhones weltweit als W-Lan- und Mobilfunkmasten-Scanner benutzt. […] Die tatsächliche Überraschung ist aber die Information, dass bei MacOS-X – Snow Leopard ähnliches gemacht wird. Das finde ich dreist. In der Voreinstellung, die bei Systemeinstellungen / Sicherheit versteckt ist, sollte man die “Ortungsfunktion” deaktivieren.

Gelesen unter anderem bei netzpolitik.org.

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21 Antworten auf Apple’sche Netzwerk-Spionage mit iOS und Mac OS X

  1. Edvandi schreibt:

    Ist das nur bei mir so, oder kann es sein, dass man jede Option in den Systemeinstellungen per Suche rechts oben findet nur die “Ortungsdienste deaktivieren” Einstellung nicht?

    Man könnte meinen, dass Apple was dagegen hat, dass man es deaktiviert…

  2. Asmus schreibt:

    Also vielleicht sehe ich das falsch, aber nur iOS Geräte mit GPS können ernsthaft zu der Datenbank beitragen, der Mac fragt diese Datenbank doch nur zur Positionsbestimmung ab – oder habe ich was übersehen?

  3. Knoetchen schreibt:

    Na sowas.
    Da will mein Mac einfach nach Hause telefonieren.. gleich mal Häkchen setzen und abbestellen.
    Sicher ist sicher.

    Danke :-)

  4. Bernd schreibt:

    Ich habe es gerade unter SnowLeo mit GoogleMaps probiert. Resultat: “Ihr Standort konnte nicht festgestellt werden.”

    Komisch, dabei müsste doch inzwischen mein WLAN über das iPhone Apple bekannt sein. Muss ich mal im Auge behalten….

    • rk schreibt:

      Google Maps kann wahrscheinlich gar nicht auf Apples Datenbank zugreifen.
      Es funktioniert übrigens auch nur, wenn der Rechner übers Funknetz mit dem Router verbunden ist. Rechner, die per Ethernet am Router hängen, können die Position nicht bestimmen. Das dürfte daran liegen, dass Ethernet- und WLAN-Schnittstellen unterschiedliche MAC-Adressen haben.

      • Moderne Browser können Geodaten von Mac OS X auswerten. Die Lokalisierung ist aber nicht immer möglich.

        WLAN ist übrigens nicht notwendig. Ich setzte kürzlich einen Mac neu auf, der nur per LAN online war, und dort wurde mein Standort ortsgenau dargestellt – Lokalisierung funktioniert ja auch per IP-Adresse, bloss weniger genau als per WLAN.

        • rk schreibt:

          Lokalisierung über die IP-Adresse ist sehr ungenau. Das reicht zwar für die Bestimmung der Zeitzone bei der Installation für viel mehr aber nicht. Meine Erfahrung ist, dass Rechner, die über LAN am Router angeschlossen sind, keine vernünftige Ortsbestimmung durchführen können.
          Safari findet gar nichts und Chrome (Windows und Mac OS X) weiß nur, dass ich in der Schweiz bin.

          • Lokalisierung über die IP-Adresse ist sehr ungenau.

            Mac OS X kennt per Lokalisierung immerhin meinen Wohnort – allerdings liegt das daran, dass mein Internet-Zugangsanbieter am gleichen Ort beheimatet ist. Wie gut man selbst lokalisierbar ist, kann man beispielsweise unter http://www.utrace.de/ ausprobieren (erster Google-Treffer bei meiner entsprechenden Suche).

            Meine Erfahrung ist, dass Rechner, die über LAN am Router angeschlossen sind, keine vernünftige Ortsbestimmung durchführen können.

            Je nach Verwendungszweck, aber im Grossen und Ganzen hast Du selbstverständlich Recht. Mac OS X scheint aber WLAN-Daten auch auswerten zu können, wenn der eigene Computer nicht an einem WLAN hängt, der LAN-Router aber über WLAN-Verbindungen verfügt.

      • Bernd schreibt:

        Klar kann Maps auf CoreLocation zugreifen, es kommt ja auch der Dialog “Die Website „http://maps.google.de“ möchte Ihren aktuellen Ort verwenden.”. Außerdem war der Rechner über WLAN verbunden.

        Für mich heißt das, dass mein WLAN bei Apple noch nicht bekannt ist.

        Das Problem ist jetzt allerdings nur, dass jeder beliebige andere am Haus mit einem iPhone vorbeilatschende Passant mein WLAN bei Apple melden kann. Von daher ist es wahrscheinlich sinnlos, wenn ich bei mir CoreLocation deaktiviere…

        • Das Problem ist jetzt allerdings nur, dass jeder beliebige andere am Haus mit einem iPhone vorbeilatschende Passant mein WLAN bei Apple melden kann.

          Inwiefern siehst Du darin ein Problem?

          Kabellose Netzwerke sind naturgemäss öffentlich – den privaten Charakter der Datenübertragung gewährleistet man mittels Verschlüsselung.

    • Ich habe es gerade unter SnowLeo mit GoogleMaps probiert. Resultat: «Ihr Standort konnte nicht festgestellt werden.»

      Die Standortbestimmung ist nicht immer möglich. Bei mir erscheint folgende Fehlermeldung, weil ich die Mac OS X-Ortungsdienste momentan deaktiviert habe:

      Google Maps hat keine Berechtigung, Ihren Standort zu verwenden.

  5. iMarc schreibt:

    Das finden die auch ganz anders raus: Mit der Ortungsaktivität im iOS 4 für iAd sammelt Apple offensichtlich auch Daten über die WLan’s in denen man mit dem iPhone eingeklinkt ist, sofern man nicht “out-ge-opted” hat. Benützt man also das hauseigene WLan mit dem iPhone, ist dieses genau so geortet.
    Ach ja, Google hat das ja auch probiert, benötigte dazu aber teure Autos mit teuren Fahrern und noch teureren Kameras oben drauf. Und wurde dafür übrigens gerüffelt.

    • Asmus schreibt:

      Gerüffelt wurden sie doch eigentlich für die aufgenommenen Fotos und für das mitschneiden von personenbezogenen Daten – Apple sagt nur die MAC-Addresse aufzunehmen, da ist es fraglich ob es sich um persönliche Information handelt…

    • Mit der Ortungsaktivität im iOS 4 für iAd sammelt Apple offensichtlich auch Daten über die WLan’s in denen man mit dem iPhone eingeklinkt ist, sofern man nicht «out-ge-opted» hat.

      AFAIK ist kein «Opt-out» für das Sammeln der Geodaten möglich, man kann bloss das Verwenden dieser Daten für iAd-Werbung ablehnen.

  6. Sebbl schreibt:

    Habe davon schon irgendwo gelesen, die Einstellung aber nicht gefunden. Also danke erstmal dafür, denn die “Ortungsdienste” findet man wirklich nicht mit der Suche…

  7. Pingback: Datenausweis - P3P - Die wunderbare Welt von Isotopp

  8. null pointer schreibt:

    Sofern eine App aufm Mac die CoreLocation-API nutzt, poppt dieses “will deinen Ort”-Popup auf.

    Aber dennoch, wo Apple alles Daten sammelt! Man sehe sich die Developer-Seiten zu iAd an und weiß bescheid.
    Da werden im schlimmsten Fall Daten von Genius, iWork.com, MobileMe, Mac OS X, iTunes, iOS+CoreLocation und andere iAds zusammengewürfelt… denn Apple weiß ALLES.
    In meinem Fall ist es zu spät, ich nutze fast alles davon >.< aber ich hab schon den opt-out gemacht :-D

  9. rk schreibt:

    Mac OS X scheint aber WLAN-Daten auch auswerten zu können, wenn der eigene Computer nicht an einem WLAN hängt, der LAN-Router aber über WLAN-Verbindungen verfügt.

    Das kann ich so nicht bestätigen. Ich habe hier einen Mac Mini und einen iMac, die beide über Ethernet an einem Airport Extreme hängen und WLAN deaktiviert haben. Bei diesen kann ich keine Ortsbestimmung durchführen, das MacBook, das via WLAN mit demselben Router verbunden ist, hat keine Probleme damit.

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