Unerfreuliche Neuigkeiten für Schweizer, die sich ab diesem Sommer ein iPhone oder ein sonstiges Musik- und Video-fähiges kaufen möchten – voraussichtlich ab dem 1. Juli 2010 ist auf solchen Handys ähnlich wie schon für iPod Touch und Co. eine Urheberrechtsabgabe von 30 Rappen pro Gigabyte Speicherplatz (rund 21 Euro-Cents nach aktuellem Wechselkurs) fällig! ![]()
Mit Entscheid vom 18. März 2010 bestätigt die Schiedskommission, dass für Mobiltelefone, die typischerweise für das Aufnehmen von Musik oder Videos verwendet werden, … eine Vergütung zu bezahlen ist. Abgabepflichtig sind die Hersteller und die Importeure dieser Geräte bzw. der entsprechenden Speicher. Die Verwertungsgesellschaften beantragten eine Vergütung von CHF 0.80 pro Gigabyte Speicherplatz. Die Schiedskommission legte die Vergütung auf CHF 0.30 pro Gigabyte fest. Damit ist beispielsweise für ein iPhone mit 16 Gigabyte eine einmalige Vergütung für urheberrechtliche Nutzungen von CHF 4.80 zu bezahlen.
Der Entscheid der Schiedskommission ist noch nicht rechtskräftig.



Staatlich geförderte Mafiabande – die SUISA.
Dreckskonzern!
Wir müssen uns wohl oder übel damit abfinden, dass solche Zuschläge weiterhin zunehmen werden. Urheber stehen immer mehr vor dem Problem, dass Raubkopierer Ihnen die Geschäfte schwerer machen und Gewinnmargen schrumpfen. Interessanter wäre die Rechtsfolge – können wir nunmehr davon ausgehen, dass Ansprüche wegen Mitschnitts nunmehr mit einem solchen Zuschlag abgegolten sind?
Nein, man bezahlt mehrfach …
War mir irgendwie bewusst – andererseits, sein wir ehrlich, will man Urhebern damit entgegen kommen, wäre es interessanter den Pauschbetrag noch zu erhöhen und die Ansprüche damit als abgegolten zu betrachten. Naja, doppelt Kasse ist lohnender
Das Problem daran ist aber vermutlich, dass genau wie in DE die Urheber von der Abgabe am wenigsten sehen.
Früher gab’s mal eine Urheberrechtsabgabe auf Musikkassetten. Kaufte sich einer in der Klasse eine neue Platte, haben sie zwar alle kopiert, aber von Raubkopierern und dem Untergang der Musikindustrie hat da niemand geredet. Eine Abgabe scheint mir daher prinzipiell gerechtfertigt, wenn es die Situation entspannt und den Konsumenten legales Kopieren ermöglicht.
Allerdings ist das Problem die Art der Abgabe: Für ein 16GB-iPhone 4,80 ist nicht viel – aber was ist mit dem iPod Classic mit 160GB? Sind da dann CHF 48 fällig? Hat jemand schon mal an das Terabyte-Mobiltelefon gedacht, was in ein paar Jahren billigst auf den Markt kommt? Kostet das dann CHF 99 + CHF 480 Vergütung für die Rechteverwerter?
Und ist nicht damit zu rechnen, dass bald alle Mobiltelefone eine dem iPhone vergleichbare Ausstattung besitzen werden? Dass vielleicht auch bald andere Geräte wie Navigationscomputer und Armbanduhren mp3-Player enthalten werden? (oder hat da jemand stillschweigend damit gerechnet…?)
So gerechtfertigt der Ansatz einer Abgabe also scheint, so unglücklich ist das Festmachen dieser an einem bestimmten Gerät (es gibt einfach selten reine Medienabspielgeräte) und am Speicherplatz. Anders als bei Musikkassetten kann die Musik auch auf dem Desktop gespeichert werden. Vielleicht ist eine Art Steuer die Lösung?
das debakel wird ähnlich wie die GEZ in deutschland verlaufen. du als endkunde musst nachweisen das dieses endgerät nicht zum hören von musik benutzt werden kann und dann kannst du dich vond er gebühr befreien lassen…. wenn du den nen guten anwalt hast (siehe eine bekannte stake house kette und ihr kassen system).
mal im ernst wenn sowas sinnmachen soll und die urheber tatsächlich davon geld bekommen würden, dann soll man doch gleich ne kulturflatrate einführen und gut ist. dann hat dieser ganze mist endlich nen ende.
muß man eigentlich auf papier und stifte auch abgaben zahlen? schließ könnte man ja auch bücher abschreiben.
Stife und Papier ist schon nicht schlecht …
Zahlt man eigentlich auf Fotokameras und Scanner eine Abgabe?
auf scanner ja und es war sogar mal so (möglicherweise ist es auch noch) das scanner extra langsammer scannen mussten als es möglich war. konnte man schön sehen wenn man mal andere treiber genutzt hat.
Warum müssen die Scanner denn langsamer scannen als möglich? Damit ich nicht so viel kopieren kann?
ja, war wohl irgend so eine klausel damit sich der deutsche buchhandel nicht angepieselt fühlt (oder fühlte). wie gesagt ich weiß nicht ob das noch aktuell ist.
aber was ähnliches gibt es auch bei fotokameras. Eine nikon war es glaub ich, wo groß in den testberichten beschrieben stand, das die testmuster mehr sehrienbilder pro sekunde aufnehmen können als das endprodukt das zum kunden ausgeliefert wird.
hier war wohl die angst von sport fotographen das problem, denn bei bestimmten sportereignissen würden wohl Foto-/Filmkameras nach bildern pro sekunde unterschieden.
Und wenn dann son fotoaperat 30fps schafft dann ist das halt ne film kammera egal als was man das ding gekauft hat.
gab ja mal in den staaten nen waffenexport verbot das verhindern sollte das computer mit einer bestimmten anzahl an berechnungen pro sekunde in “feindeshand” fallen. da hatte apple nen paar schöne werbespots zu gebracht.
alles im allen lustige seiten effekte die man bedenken muß wenn man technik vorranntreiben will. gibt es noch zahlreiche beispiele für solch einen mist.
Die Musikindustrie steckt mitten im Schlamassel, das die Print-Industrie noch vor sich hat. Da hofft man noch auf das iPad als Allheilsbringer und Retter der Printmedien. Bis die ersten geknackten Magazine im Internet auftachen.
Aber es ist wie immer: Die ehrlichen, die für Musik aus dem Internet bezahlen (ich zähle mich übrigens auch dazu) bezahlen für jene, die immer das Neuste billigst, oder am liebsten gleich gratis haben wollen/müssen.
Irgendwie bringend diese Piraten noch den ganzen Kapitalismus zu Fall.
Musik nehme ich garantiert nicht mit meinem Handy auf, das bisschen AMR was da raus kommt, kann man für Musik absolut nicht gebrauchen, selbst wenn das Mikrophon gut wäre.
Ich bezahle gerne für Inhalte, nur möchte ich dann nicht obendrein noch mit lästiger Werbung konfrontiert werden …
Wenn ich für 1,25€ eine MP3 Datei mit 256 kBit/s und vor allem eine Lizenz(!) für das Stück bekomme, wäre das super. Die kann ich zuhause und unterwegs hören und unterstütze hoffentlich noch die Künstler.
Aber klar, Speicher wird nur dazu verwendet, zu-RAUB-kopieren. Ich rede mir jetzt einfach ein, dass das einfach nur “Steuern” sind, dann tut man ja was gutes …