Die deutsche Computerzeitschrift c›t nimmt in ihrer aktuellen Ausgabe die neue iWork ‹09-Version von Apple unter die Lupe. Nach den «Pages»-Macken, die in der c’t erwähnt wurden, nun jene von «Numbers», der Tabellenkalkulation im iWork-Paket …

- «Numbers» enthält 250 Funktionen, spezielle Funktionen zur Datenanalyse wie Gültigkeitsprüfung und Pivot-Tabellen fehlen aber – anders als bei Microsoft Excel oder NeoOffice/OpenOffice.org;
- In «Numbers» lassen sich bei Tabellen nur Titelzeile und -spalte fixieren, das Fixieren an beliebiger Stelle ist anders als bei Microsoft Excel oder NeoOffice/OpenOffice.org nicht möglich;
- Das Formatieren von Text ist teilweise nur mit Unzulänglichkeiten möglich, beispielsweise können lange Überschriften nicht um 90 Grad gedreht werden um die Darstellung zu optimieren;
- Speichern kann «Numbers» nur im eigenen Format sowie im alten Microsoft Excel-Format – das aktuelle auf XML basierende Microsoft-Format wird beim Speichern nicht unterstützt;
- OpenDocument ist für «Numbers» ein böhmisches Dorf – man kann das Format mit «Numbers» weder exportieren noch importieren, zur Zusammenarbeit zwischen «Numbers» und NeoOffice/OpenOffice.org muss auf das alte Microsoft Excel-Format zurückgegriffen werden.
… das c›t-Fazit für «Numbers» lautet in negativer Hinsicht dahingehend, dass Power-User, die mehr als nur Kredite berechnen oder Budgets verwalten wollen, bald an die Grenzen der Anwendung stossen. «Numbers» kann demnach mit den Möglichkeiten einer ausgewachsenen Tabellenkalkulation bei Weitem nicht mithalten – wann wird «Numbers» endlich erwachsen?



naja, wer iWork kauft um damit professionell zu arbeiten, hat sowieso etwas falsch verstanden.
in meinen Augen liegt aber die Stärke von iWork, dass es aufgeräumter ist (gegenüber Open-/NeoOffice) und preiswerter (gegenüber MS Office).
für Heimanwender ein nettes Paket – fürs Business gibt’s besseres.
wobei Keynote schon mehr potenzial hat, als Pages und Numbers.
«Keynote» ist tatsächlich sehr gut, man merkt dem Programm an, dass es schon wesentlich länger entwickelt wird als «Numbers» und «Pages»:
http://www.macmacken.com/2009/.....-maengeln/
Leider hat «Keynote» im Vergleich zu Microsoft PowerPoint den grossen Nachteil, dass es deutlich weniger verbreitet ist:
Hält man eine Präsentation nicht mit dem eigenen Mac oder ist am Ort der Präsentation kein Mac mit «Keynote» vorhanden, muss man auf Microsoft PowerPoint zurückgreifen, und dafür arbeitet man mit Vorteil von Anfang an mit Microsoft PowerPoint.
Keynote ist in der Schule richtig heftig, da haben schon viele nicht schlecht gestaunt. Aber ich muss halt immer das iBook dabeihaben, damit das auch alles klappt.
OpenOffice ist wirklich nett, was den Funktionsumfang angeht, Calc fand ich so gut wie Excel, aber ich mache nicht wirklich viel damit. Numbers ist überall eingeschränkt, sieht aber nett aus und die 3D Diagramme sind zwar nett, aber für Wissenschaftliche Dinge komplett nutzlos, da man die Werte sehr schlecht ablesen kann. Für eine Aussage wie 4x schneller ganz okay, aber für Endladekurven von einem Transistor, nicht so gut.
Ist OpenDocument jetzt eigentlich ein Standard, an den sich nur OpenOffice hält, oder kann man sowas auch in Word öffnen?
Zwischen OpenDocument und OpenOffice.org besteht trotz dem «Open» in den jeweiligen Namen keine Verwandtschaft, auch wenn OpenOffice.org sowie das Mac-optimierte NeoOffice dieses Format heute standardmässig verwenden. Andere Programme, die mit OpenDocument arbeiten, sind beispielsweise KOffice, AbiWord, Scribus, Google Docs, TextEdit von Mac OS X und WordPad von Microsoft Windows 7.
Für den Import und Export von OpenDocument mit Microsoft Office benötigt man ein Plugin, ab Microsoft Office 2007 SP2 sollte die OpenDocument-Unterstützung integriert sein.
Das klingt doch wirklich gut. Natürlich wird das .doc nie aussterben, weil das ja noch mehr kann, als das OpenDocument…
.doc und die anderen alten Microsoft Office-Formate sterben aus, doch, doch, Microsoft verwendet sie ja selbst nicht mehr … und nein, auch OpenDocument kann alles, was man sich wünscht, dank XML ist das Format fast beliebig erweiterbar.
Wie sieht es denn mit .docx ist, das ist doch dann ähnlich wie OpenDocument und dann haben die zwar das selbe aber eben wieder anders genug, dass man sich ein 100€ Office Paket kaufen muss. Es wäre ja auch schlecht für Microsoft, wenn sie kein eigenes Format mehr hätten, dann ist niemand mehr gezwungen auf ein neues Office umzusteigen.
Richtig.
Ich verwende allerdings primär NeoOffice und somit auch das OpenDocument-Format; die Microsoft Office-Format sind für mich deshalb nur noch von sekundärem Interesse … PDF ist wesentlich wichtiger.