Die deutsche Computerzeitschrift c›t nimmt in ihrer aktuellen Ausgabe die neue iWork ‹09-Version von Apple unter die Lupe. Nachfolgend eine Auswahl jener Aspekte der iWork-Textverarbeitung «Pages», die in der c’t negativ bewertet werden

- Inhaltsverzeichnisse, Fussnoten und Endnoten können mit «Pages» erstellt werden, Indexe oder zusätzliche Verzeichnisse wie beispielsweise für Abbildungen lassen sich nicht anlegen – für Literaturverzeichnisse empfiehlt Apple den Kauf von «EndNote X2», in der Schweiz kostet das Programm CHF 400 (rund 265 EUR);
- «Pages» enthält keinen Formeleditor – Apple verweist dafür auf den Kauf von MathType (knapp CHF 130 in der Schweiz);
- Die Rechtschreibkorrektur von «Pages» beschränkt sich auf einzelne Wörter, insbesondere Grammatikfehler werden nicht erkannt;
- Die Silbentrennung von «Pages» verdient gemäss c’t ein «sattes mangelhaft», weil sie viele Wörter falsch trennt;
- Speichern kann «Pages» nur im eigenen Format sowie im alten Microsoft Word-Format – das aktuelle auf XML basierende Microsoft-Format wird beim Speichern nicht unterstützt;
- OpenDocument ist für «Pages» ein böhmisches Dorf – man kann das Format mit «Pages» weder exportieren noch importieren, zur Zusammenarbeit zwischen «Pages» und NeoOffice/OpenOffice.org muss auf das alte Microsoft Word-Format zurückgegriffen werden.
- Stilvorlagen und Informationen zur Formatierung können in «Pages» eingeblendet werden, aber eine Live-Vorschau im Stil von Microsoft Word 2008 ist nicht verfügbar.
… das c›t-Fazit für «Pages» lautet in negativer Hinsicht dahingehend, dass sich das Programm auch in der neusten Version nur bedingt für komplexe Texte eignet. Ohne Index-Funktion und zuverlässige Silbentrennung empfiehlt die c’t für Benutzer, die beispielsweise wissenschaftliche Texte oder gar Buchmanuskripte verfassen, die Verwendung von Microsoft Word oder NeoOffice/OpenOffice.org Writer.
Eine weitere Macke von «Pages» hat die c’t übersehen: Man muss sich in einem Dokument für das Hoch- oder Querformat entscheiden, Hoch- und Querformat in einem Dokumente sind nicht möglich …



Traurig und allbekannt aber wahr…
Mein einziges Argument für den Kauf von iWork›08 war Keynote und das muss jetzt erstmal bis 2010 reichen. Ich hoffe wirklich, dass Apple, nicht nur in Sachen iWork, ’nen kleinen (gerne auch nen großen) Dämpfer bekommt und endlich mal sinnvolle Funktionen verbaut, die die User schon seit langem fordern. Dann noch odf nicht lesen können ist heutzutage echt der GAU.…
Für Briefe und einfache Sachen gibt es für mich nur OpenOffice bzw. NeoOffice und große, strukturierte Dokumente erstelle ich nur noch mit TeX. Tabellenkalkulation ist mit Numbers nur in sehr einfachen Dimensionen machbar. Apple hat hier schon seit Jahren «einfache Bedienung» mit «einfachem Funktionsumfang» verwechselt
NeoOffice schätze ich auch ausserordentlich, OpenOffice.org weniger … wie verwendest Du LaTeX? Grundkonfiguration gemäss MacTeX?
Zumindest in Sachen Silbentrennung, nun ja … Ich bin da ein wenig Hardliner. In den allerallermeisten Fällen bauen Textverarbeitungen so oder so Bullshit. Ja, vieles wird richtig getrennt, aber die wenigen Falschtrennungen machen es auch bei InDesign, Word, LaTeX, Mellel etc. nötig, daß man EH NOCHMALS MANUELL DRÜBERGEHT.
Ich sag nur Urin-stinkt.
Wer sich auch in Word auf die automatische Silbentrennung verläßt, nun ja, der ißt auch übergewichtige Kinder zum Frühstück, oder trägt eine Mickey-Mouse-Krawatte (was schlimmer ist, kann ich nicht einschätzen).
Allerdings sollte erwähnt werden, daß Pages keine Soft-Hyphens unterstützt, was die Überarbeitung der Texte in Richtung „camera-ready“ sehr erschwert.
Und wenn ich meine Lektoren, Erstleser und Publizisten anschaue, ist das „alte Word Format“ gar nicht so verkehrt. Denn die wenigsten können mit .docx umgehen. Als kleinster gemeinsamer Export-Nenner sicher nicht verkehrt.
Cheers,
-Sascha, der exzessiv Mellel benutzt, und Pages nur für „Änderungen verfolgen“ einsetzt.
Stimmt – ich staune jeweils auch, wie weit verbreitet Microsoft Word gerade bei Verlagen ist, wo man andere Software erwarten würde …
Ich benutze MacTeX im Prinzip in der Grundinstallation mit ein paar wenigen zusätzlichen Paketen. Das ist das Tolle an den TeX-Paketen, im Prinzip kann man gleich loslegen, wenn man in den ersten Tagen etwas Zeit zum Lesen der vielen guten Tutorials hat.
Der starken Verbreitung von .doc Files versuche ich immer mit der Bitte um ein pdf entgegen zu wirken. Solange ich nichts am Dokument verändern will, brauche ich nicht das komische Format – gilt übrigens auch für .odf Files. Ich glaube, es ist schlimmer, dass die Leute im Netz gerne .doc verlinken, wo ein pdf sinnvoller und kompatibler wäre. Wenigstens *das* klappt mit iWork
Genau, PDF zählt zu den grossen Stärken auf dem Mac inklusive iWork. Auf dem PC ist dies leider nicht der Fall und so ist für viele PC-Benutzer PDF ein Format, das man liest, aber nicht selbst erstellt …
Da steht man nun da als einfacher Student und hat sich den Abend lang durch Textverarbeitungsforen gewälzt und alles nur, weil eines auf einmal klar war. Office 2008, sowohl Excel als auch Word, ist einfach zu oft abgestürzt, als dass es weiterhin auf Platz eins stehen kann.
Das einzige was ich möchte ist doch nur eine Programm-Konstellation, mit der ich ohne größeres Ärgernis durch den Uni-Alltag im Ingenieursbereich komme. Mal eine längere Hausarbeit, mal eine größere Tabellenkalkulation, mal eine Präsentation und dann noch möglichst kompatibel fürs Zusammenarbeiten mit den Komillitonen. Funktionierende Shortcuts, sinnvolle Menüführungen oder zumindest andere Miteiferer für Onlineforumshilfen wären natürlich auch schöne Dinge.
Man könnte meinen, dass heute soetwas doch selbstverständlich sei und dass Dinge, wie den Computer anzuschreien und diesbezügliche Fluchanfälle, eindeutig in die 90er gehören. Aber nein, ganz so schnell bewegen wir uns anscheinend doch nicht fort.
Ich freu mich aber, dass ich auf diese Seite gestoßen bin, auf der, wenn denn der Durchbruch geschafft ist, dieser hier mit Sicherheit in gebührender Form verkündet wird.
In welche Hände ich nun mein Vertrauen bezüglich des Arbeitsprogramms lege, weiß ich immer noch nicht. Es sieht so aus, als ob der Mix es macht. Das einzig gute daran, man bleibt flexibel und lernt nie aus!