Mit gesundem Menschenverstand geht man davon aus, dass ein Notebook im Netzbetrieb schneller läuft als wenn für die Energieversorgung lediglich ein Akku zur Verfügung steht. Bei MacBooks gibt es dazu eine wichtige Ausnahme – MacBooks und MacBooks Pro laufen mit geringerer Geschwindigkeit, wenn man sie im Netzbetrieb ohne Batterie betreibt (Support-Dokument HT2332) …
Wenn die Batterie des MacBook oder MacBook Pro entfernt wird, setzt der Computer automatisch die Prozessorgeschwindigkeit herab. Das verhindert ein Ausschalten, wenn mehr Strom erforderlich ist, als das Netzteil alleine bereitstellen kann.
… überzeugt die oben zitierte Begründung von Apple jemanden?
Die Fürsorge von Apple geht übrigens noch weiter, wie folgender Ratschlag im oben verlinkten Support-Dokument zeigt:
Es wird dringend empfohlen, bei entnommener Batterie vom Betrieb des MacBook bzw. MacBook Pro abzusehen. Ein versehentliches Anstoßen des Netzteils könnte zur Unterbrechung der Stromversorgung und somit zum sofortigen Ausschalten des Computers führen. Alle noch nicht gespeicherten Informationen gehen dabei verloren.



Ich bin über das Problem schonmal bei einem anderen Gerät gestolpert (einer Archos Jukebox damals) und kann den Apple-Ingenieuren da durchaus rechtgeben. Bei Lastspitzen kann das Netzteil überfordert sein – Abhilfe schafft da ein Kondensator – wie z.B. eine Batterie.
Und der zweite Hinweis ist doch auch durchaus sinnvoll. Die Anschlüsse der Macbooks gehen eben sehr leicht raus – die sind so designt, dass sie leicht rausgehen. Ohne Batterie kann das halt eben doch recht ärgerlich sein.
Ich hab› das auch mal ausprobiert und den MBP ohne Akku mit Xbench auf seine Leistung getestet: es laufen zwar beide Prozessoren, jedoch mit jeweils halber Leistung.
@Heiko: Du hast vollkommen recht – und MacMacken leider nicht. Die Empfehlung, das Gerät nicht ohne Akku zu betreiben, kenne ich von fast jedem Laptop. Zwar hat das mit der Leistung nichts zu tun gehabt, aber damit, dass der Akku
1. Stromregelungsaufgaben übernimmt und
2. vom Gewicht her so dominant ist, dass viele Laptops einfach umkippen ohne Akku – zumindest bei leichter Berührung des Displays.
Demnach könnte man ein MacBook nur sinnvoll betreiben, solange es die jeweiligen Akkus als Ersatzteil gibt.
Wie lange wird man denn noch einn Akku für das MacBook kaufen können?
Solange der Akku nicht vollständig tot ist (also sich nicht mehr laden lässt), reicht er auch für den ordnungsgemäßen Betrieb bei Netzspannung aus.
Ich habe neulich noch einen Akku fürs iBook bekommen, das macht Apple ganz gut. Persönlich würde ich den Akku immer drin lassen, da es quasi eine kostenlose USV ist.
Richtig so – nur zum Thema Akku und dessen Behandlung kursieren leider die wildesten Gerüchte. Deswegen nehmen einige Leute die Akkus aus ihren Notebooks.
Ich habe meinen iBook Akku wirklich gepflegt, immer komplett leer gemacht und erst dann wieder aufgeladen, nach drei Jahren war der auf 13%. Meine persönliche Meinung ist, dass die Akkus so oder so nach drei Jahren platt sind.
das problem ist nur das die hitze die bei voller leistungsausschöpfung auftritt nicht gut für den akku ist.
deshalb den akku der lebensdauer zu liebe rausnehmen?
aber was will ich denn zuhause, wenn ich schon neben der steckdose sitze mit halber leistung? und dem zusätzliche risikio das der magsafe adapter sich mal wegen einem wackler am tisch löst und meine arbeit dahin ist?
deshalb akku drinnen lassen? und nach einem jahr schon planen einen neuen zu kaufen?
mmmhhh.
mein fall: akku nach einem jahr auf 25% (70 Ladezyklen) weil ich immer schön sorgfälltig am netzteil saß und die volle leistung aus meinem MBP rausholen wollte und den akku drin gelassen habe. habe jetzt auf kulanz einen neuen bekommen. bei apple-support empfahl man mir den akku zu entnehmen wenn ich an der stecksdose sitze (MagSafe-Adapter?) und von den reduzierten leistungseinstellungen wenn der akku entnommen ist hörte der Call-Center-angestellte auch zum ersten mal. – schön das das dokument endlich mal jemand gefunden hat, jetzt kann ich auch darauf verweißen. und der handler bei dem ich den akku tauschen lassen habe meinte ebenfalls das es so einen Modus nicht gäbe, – falsch!
hab das glück jetzt einen ‹defekten› MBP-akku (nur noch 15%) bei uns in der FH Batteriekiste gefunden zu haben. Der ist ausreichen für zu hause man netzstecker falls der sich mal löst oder ich von einer/m steckdose/raum zu anderen umziehe.
Apple und Akkus. für den preis sollte auch bis 2 jahr nach dem kauf ein ersatzakku drin sein wenn der erste unter 300 zyklen den geist aufgibt. ich hatte noch glück (1 woche vor ablauf der garantie das problem gemeldet.)
dann noch viel spass den nutzern des neuen 17″ MBP denen 1000 zyklen versprochen werden. und akkus haben offensichtlich ein verfallsdatum, egal ob 1000 zyklen oder nur 300.
Bei der Reaktion bilden sich irgendwelche anderen Stoffe um die Elektroden und es fließt kein Strom an den Stellen mehr, die Leistung ist eingeschränkt.
Es ist halt ein Verschleißteil und irgendwann ist es hinüber. Aber wann sollte möglichst lange sein.
Vielen Dank für die nützlichen Rückmeldungen!
Was ist vom Argument zu halten, dass Apple die MacBook-Netzteile zu schwach auslegt und es deshalb nicht möglich ist, den Akku zu laden und gleichzeitig das MacBook bei voller Prozessorleistung zu betreiben?
selbstverschuldet. ich glaube es gab eine zeit wo viele leute nach einem kleineren netzteil geschriehen haben und alle haben sich gefreut als die teil kleiner wurden. da hatte ich noch kein mac. das problem liegt auch daran das consumer und pro reihe immer mehr angeglichen werden um kosten zu sparen und den gewinn zu erhöhen, als wenn apple an sich nicht schon teuer genug wäre.
wir haben uns dafür entschieden, für geräte mit dem apfel, also muss es seine vorzüge haben sonst hätten wir das geld anderweitig investiert. (ich glaube win-dosen benutzer haben die gleichen probleme nur sind sie nicht zu einer so großen community vereint wie wir apple-user)
Mit meinem Netzteil (65W) kann man ein 12″ iBook laden, ist allerdings auch für das 17″ Powerbook geeignet. Irgendwie wieder typisch Apple, so eine 80% Lösung zu machen.
Mir wurde bei einer Garantiereparatur des MacBook Pro ein neues Top Case verpasst. Nun kann ich das MacBook Pro nicht mal mehr ohne Akku betreiben, es lässt sich gar nicht einschalten (hat mir auch der Techniker gesagt).
Ich finde es nicht zumutbar, dass man ein Notebook ohne Batterie gar nicht mehr betreiben kann und für mich ein Grund bei der nächsten Evaluation diesen Punkt zu berücksichtigen.
Bei vielen Laptops ist es so, dass der Akku nicht nur eine Stromversorgung für unterwegs darstellt, sondern auch die Spannung regelt und Spannungsspitzen abdeckt, die das Netzteil nicht liefern kann. Von daher ist der Akku schon nötig. Ohne Akku werden die iBooks auch runtergetaktet, damit es nicht zu Spannungsspitzen kommt und der Rechner einfach ausgeht.
Außerdem hat man auch noch eine USV gratis dabei. Aber wechseln sollte man schon können. Ist halt ein Kompromiss mit dem Platz.
Das passt auch hier…
Kann man einen Apple-Akku KAPUTT-SPAREN ?
(bei haupts.Verwendung mit Netzteil und eingesetztem Akku)
……..ein kleiner ERFAHRUNGSBERICHT…….
Habe ein knapp 1,5 Jahre altes Macbook Pro 15″, das 09/2007 über 2000,-€ gekostet hat.
Nach nunmehr erst 40 (!) Ladezyclen weist der Akku laut SystemProfiler folgende Daten auf:
Volle Ladekapazität (in mAh): 2971
Verbleibende Kapazität (in mAh): 2721
Stromverbrauch (in mA): 1049
Spannung (in mV): 12523
Anzahl der Zyklen: 40
Habe den Akku anfangs wie man das machen soll «kalibriert» und auch in der Folgezeit das Book bei Akkubetrieb meistens immer bis zum Standby laufen lassen, erst dann habe ich das Netzteil wieder angeschlossen.
Die meiste Zeit war das Book am Netzteil angeschlossen, da es hauptsächlich als desktop-Ersatz dient und auch fast täglich so genutzt wurde.
Im Januar diesen Jahres (2009) ging ich mit dem Macbook Pro zu einem Freund, um ihm mein Apple Notebook vorzuführen. Er ist Windows User und überlegte sich ebenfalls einen Mobil-Mac zuzulegen und wollte mal in Ruhe so eine Kiste und das BS begutachten… (Er bleibt jetzt lieber bei Windows)
(Ich selbst komme ursprünglich vom Mac, bin aber aus diversen Gründen nach mehreren Mac-Jahren 1999 zu Windows geswitcht. Dieses Macbook Pro sollte ein evtl. Wiedereinstieg bei Apple werden)
Nun ja, nach ca. 5-10 Minuten «Demo» (im Akkubetrieb) hat´s auf einmal «klick» gesagt und das Book ist ausgegangen. Nicht Standby, sondern einfach komplett aus! Und das bei voll geladenem Akku. Das Hochfahren und Anmelden klappte so gerade noch aber dann ging das Gerät sofort wieder komplett aus. Das war das erste mal, das mir so etwas im Akkubetrieb passierte.
Da sich dieses Verhalten wieder «zu hause» reproduzieren ließ, rief ich Anfang Februar beim Apple-Support (0,14€/min) an.
Der sehr freundliche und offenbar kompetente Mitarbeiter sagte mir, daß wir jetzt erst mal den PiRAM (?) auf 0 setzen müssten; was er dann mit mir simultan durchführte. Dann noch weitere wilde Tastenkombination beim Booten und ich fühlte mich wirklich gut aufgehoben. Zumal er mir sagte, daß ein solches Verhalten gerade bei einer so geringen Anzahl von Ladezyclen auf einen Defekt beim Akku hindeutet. Ich solle diese Tastenkombi beim Booten noch 2x wiederholen und jeweils den Akku ganz entleeren und wieder aufladen. Würde sich die AkkuLaufzeit und das Verhalten dann nicht geändert haben, solle der Akku zum Service zur genaueren Überprüfung gebracht werden. Apple würde bei einem tatsächlich defekten Akku dann wahrscheinlich aus Kulanz einen Austausch vornehmen, trotz des Alters von knapp 1,5 Jahren (Gesprächsdauer ca. 30 Min)
Wie ihr ahnt hat sich nichts geändert – also ging der Akku zum nächsten Apple Service Provider, in diesem Fall ein Gravis Laden.
Dort hatte ich mein Macbook Pro dabei und konnte die wahnwitzige Akkulaufzeit von ca. 5 Minuten demonstrieren. Die lagen vor Lachen fast auf dem Boden; haben also den Akku dabehalten und wollten, so er defekt sei, direkt einen Kulanzantrag bei Apple stellen. Schließlich sind ja schon knapp 17 Monate rum statt 12 Monate Garantie…
Nach einer Woche erhielt ich vom Service Provider die Info, daß der Akku tatsächlich defekt ist, Apple aber einen Kulanzantrag auf einen Austausch-Akku abgelehnt habe. Das einzige was ich jetzt noch machen könne sei nochmal beim Service anrufen und dort meine «gesamte Geschichte» nocheinmal vortragen.
Das erste, was ich jetzt dort von einem anderen Apple-Service-Menschen zu hören bekam war, daß die «PiRAM Nummer» überhaupt nichts mit dem Akku zu tun hat. Er könne da überhaupt nichts machen, da die 12 Monate Garantie ja schon längst abgelaufen sei. Und bei einer so geringen Anzahl von Ladezyklen in 17 Monaten hätte ich den Akku ja wohl kaputt-gespart.
KAPUTT-GESPART- Das muß man sich mal im Gehörgang zergehen lassen!
Er könne mich aber gerne mit seiner Vorgesetzten verbinden. Diese «bedauerte» aber auch nur mein Ungemach mit dem kaputten Akku und verwies mich ebenfalls auf die nur 12 monatige Garantie. Auf meine Nachfrage nach irgendeinem alten Akku, der wenigstens noch ne halbe Stunde mitmacht (natürlich für umsonst bzw. Porto), bot sie mir einen «refurbished» Akku für 90,-€ an…
Soll ich das jetzt etwa nett finden? Oder gar großzügig?
Da wird es in diesen Zeiten ja vielleicht die unterschiedlichsten Meinungen zu geben…
Ich persönlich fühle mich in diesem GANZ SPEZIELLEN Fall als Kunde der für teuer Geld vermeindlich hochwertiges Equipment erworben hat vom Hersteller geradezu verapplet.
Und von VERBRAUCH kann man hier ja wohl kaum sprechen, selbst wenn man einen Akku als einen «Verbrauchs-Material» bezeichnen will
Es wird mir ja nun wohl nichts anderes übrig bleiben auf dieses «Angebot» einzugehen oder mir woanders einen noch funktionierenden zu besorgen. Oder das Book komplett wieder zu verscherbeln.
In der zweiten Jahreshälfte steht bei uns noch die Anschaffung von zwei kompletten desktop-Arbeitsplätzen samt Peripherie an. Das Macbook Pro und die damit gemachten Erfahrungen sollten uns bei der Entscheidung behilflich sein, ob es Windows- oder Mac- basierte Systeme sein werden. Diese Entscheidung fällt nun leicht. Mit einer Firma, die sich bei vorliegender Sachlage (eigentlich eine Lappalie) so wenig kulant zeigt, möchte ich zukünftig nicht mehr spielen. Das ist einfach mangelhafte Hardware. Bei allen anderen mir bekannten Herstellern gibt es immer 24 Monate und nicht nur 12…
Diese Firmenpolitik missfällt mir einfach. Es handelt sich hier ja schließlich nicht um ein Notebook von 500,-€ sondern das Teil hat über 2000,- gekostet. Und wenn der Akku einen nicht Anwender-verschuldeten Schaden hat, sollte der Hersteller sich hierbei mal nicht so anstellen.
Aber ich vergaß ja: Der Akku ist ja auch nicht defekt und wurde ja auch nicht kaputt-verbraucht sondern:
ICH habe den Akku kaputt-GESPART.
Das habe ich nun wirklich nicht extra gemacht, wußte gar nicht das so etwas überhaupt geht; habe mich nur immer schön an die Herstelleranweisungen gehalten.
Man lernt eben nie aus.
Daher gebe ich meine gemachte Erfahrung mit meinem Akku und Apple gerne weiter….
Also, ich beobachte in iStat, dass die Akku-Health runter geht, wenn ich NICHT konsequent in einem Zug auf- und entlade – und dass sie wieder hoch geht, wenn ich das wieder mache. Mein MacBook ist von Dez. 07, 500 Zyklen, 100% Health.
tja, meine Akku-Health sagt zwar noch 53% ABER die Spannung oder WAS AUCH IMMER reicht nur noch für ca. 5 Minuten Akkubetrieb. Und dann AUS, KLACK. Noch nicht mal für Standby ist genügend WAS AUCH IMMER da!
Es gibt also SOLCHE und SOCHE Akkus.
Ein Akku einer Kollegin (mackbook pro ist sogar 1/2 Jahr älter als meins, hat ca. 80 L-Zyklen, wurde NIE kalibriert oder «aufmerksam» behandelt) weist noch ca 5200 mAh auf – ist also vollkommen ok.
Und meiner ist wohl einer von der SCHROTT-SORTE. Fällt aber TROTZDEM NICHT in irgendein Apple-Austausch- oder WAS-AUCH-IMMER-Programm. Kulanz ja auch nicht, wie man oben nachlesen kann…
Was ich aktuell bei Apple lesen konnte klingt für mich und meinen Akku nur noch nach Hohn:
——
«Für eine typische Batterie sind etwa 200 – 300 Ladezyklen möglich, bevor ihre Kapazität auf etwa 80 % abfällt. Die Batterie ist dann zwar weiterhin funktionsfähig, doch ihre Leistung ist vermindert.»
——
DAS schreibt Apple – ICH kanns nicht mehr glauben, da mein persönliches WISSEN etwas anderes sagt:
Ich STELLE FEST bei mir, daß schon NACH NUR 40 Ladezyklen die Kapazität auf 53 % ABGEFALLEN IST. Die Batterie ist schlicht NICHT MEHR FUNKTIONSFÄHIG, ja, die Leistung ist auch so vermindert, daß die Batterie KAPUTT ist.
Und genau an diesem Punkt ist dann m.M. ein Hersteller gefragt, der unkompliziert ERSATZ für sein FEHLERHAFTES Produkt liefert. Garantie hin, Garantie her.
Apple aber schiebt hier den Fehler dem blöden Kunden zu, spricht von Anwendungsfehlern, von «KAPUTT-SPAREN» und stiehlt sich aus seiner «Verantwortung» für das eigene Produkt.
Ich sag da nur noch:
SHAME ON YOU, APPLE
und der «Vorgesetzten» deren Namen ich beim Telefonat leider nicht richtig mitbekommen habe.
Weiß hier eigentlich jemand von Apple eine (Post)Adresse in Deutschland, gibts sowas wie einen Geschäftsführer Germany (Namen?) oder weiß, wie ich an diese Info drankommen kann? – Selbst beim Apple-Service-Provider Gravis konnte mir das keiner sagen. (auch schon sehr interessant)
Sollte es wider Erwarten doch noch ein «update» seitens Apple geben, werde ich es hier kundtun.
Nimm den Ralf nicht zu ernst. Er ist ein Fanboy und bei ihm ist immer alles paletti und der Macuser schuld, nie Apple.
Durch Wiederholung wird dieser Fanboy-Quatsch nicht wahrer…..
@Winlow:
Bitte halte Dich mit solchen Aussagen zurück. Du musst Ralfs Meinungen nicht teilen, aber Du solltest sie respektieren.
@Ralf:
Lass Dich davon bitte nicht beirren … ich schätze durchaus, wenn in den Kommentaren andere Meinungen vertreten werden.
Ich möchte das noch sagen, um das etwas in eine «umfassendere» Perspektive zu rücken:Ich hatte vor Kurzem eine Unterhaltung mit dem Lenovo-Support. Es ging um den Akku eines T61p – das Gerät hatte beim Kauf knapp an der 3000€-Grenze gekratzt, ist also keine Billigware und hat – wie alle Lenovos – eine Herstellergarantie von 12 Monate. Wir haben zusätzlich noch 4 Jahre «Extended Warranty» dazugekauft – die gilt natürlich nicht für Verschleißteile, wie z.B. Akkus.
Der Akku wies die gleichen Probleme auf, die hier an den Macbook-Akkus beklagt werden – 10 Minuten Laufzeit und dann plötzlicher harter Shutdown. Das Notebook war bei Meldung des Supportfalls 1 Jahr und 3 Tage alt. Seitens Lenovo/IBM wurde jegliche Kulanz schon vom 1st Level-Support verweigert, und das auch noch ziemlich unfreundlich. Auch der Hinweis, dass wir nicht nur ein einzelnes T61p haben, sondern jährlich ca. 12 Stück kaufen, hat nichts bewirkt. Wir reden hier nicht von mehreren Monaten über dem Garantieablauf, sondern 3 Tage.
Ohne Apple in Schutz zu nehmen, möchte ich darauf hinweisen, dass sowohl der Fehler als auch der Service keine Ausnahme sind. Ich empfehle jedem Besitzer eines Notebooks egal welches Herstellers, sich das Datum/die Daten des Garantieablaufs im Kalender zu markieren und kurz vor Ablauf SÄMTLICHE Mängel, auch kleine, anzumelden und in Reparatur zu geben. Hinterher ist es zu spät und Kulanz ist Glückssache. Und darauf achten, dass der Akku als Verschleißteil gilt und damit maximal in der Grundgarantie enthalten ist.
Ich bin inzwischen bei meinem zweiten Akku im iBook, dieser ist vielleicht 6 Monate alt. 101 Zyklen, und immer noch 98% laut CoconutBattery. Dabei benutze ich den vielleicht die Hälte der Zeit am Netzteil, die andere jedoch wird auf- und entladen.
@Heiko:
Ohne Zweifel richtig …
… genau – damit muss man leider leben. Dennoch sollte man sich auch bei Problemen mit dem Akku beschweren, denn so erhalten die Hersteller vielleicht eine geringe Motivation, in diesem Bereich Verbesserungen anzustreben.
@MacMacken:
du hast doch sicher «größere» Motivation gemeint, oder?
@ Heiko:
danke für deine «umfassendere Perspektive» Das ist schon sehr wichtig hier. Und deswegen auch das Problem…
Dein Tip ist gut, keine Frage.
Lenovo zeigt sich da von einer noch beschisseneren Seite als Apple. Aber wie du ja selbst sagst , wird Apples Verhalten deshalb noch lange nicht akzeptabel.
(…was glaubst du warum ich vor eineinhalb Jahren (wieder, testweise) bei Apple gelandet bin? Du ahnst es sicher… Als Lenovo noch IBM war, bzw. es «Lenovo» SO noch nicht gab, hätte sich IBM bei so einem krassen Fall sicher nicht die Blöße gegeben. Das ist jedenfalls meine (leider nur noch in der Vergangenheit) liegende Erfahrung.
………………………..
Es stimmt, daß die Lenovos, Toshibas, Sonys, Apples, HPs, Acers, Medions …. und wie sie alle heißen mögen, alle ähnlich agieren.
Es stimmt MICH aber NICHT verständnisvoller. Und deswegen finde ich ein solches Verhalten auch noch lange nicht in Ordnung.
Ich kenn das auch noch anders…
Da sagt sich ein ebenfalls betroffener jedermensch vielleicht ganz schnell: Bei xyz ist das auch nicht besser, son Mist aber auch, da kann man wohl nix machen. Muß mir dann wohl ein neues Teil kaufen. Kusch, kusch, Deckung – akzeptieren und Klappe halten.
Ein anderer jedermensch, der diese Probleme gerade nicht hat, kann sich freuen und sich darauf einen runterholen.
Ein weiterer jedermensch sagt sich vielleicht «Was geht´s mich an?» und genießt seine TV-Berieselung.
USW…. Alles in Ordnung, jeder ist sein eigener Jeck…
Hier geht es (mir) gerade nun mal um Apple. Das geht mich momentan konkret was an, hier liegt mein nichtiges, individuelles Problem. Darum rede ich DARÜBER. (gewissermaßen aber auch stellvertretend)
Es gibt Akkus, die sind offenbar in Ordnung. Gut, so soll es sein.
Es gibt Akkus, die sind es offensichtlich nicht. Nicht Gut, hier muß man was TUN.
Ich finde es ganz einfach:
Wenn ein x-beliebiger Hersteller, in diesem Fall nun mal «Apple» selbst von seinen Produkten z.B. sagt:
“Für eine typische Batterie sind etwa 200-300 Ladezyklen möglich, bevor ihre Kapazität auf etwa 80 % abfällt. Die Batterie ist dann zwar weiterhin funktionsfähig, doch ihre Leistung ist vermindert.” (Zitat Apple)
Dann messe ich mein eigenes, von diesem konkreten Hersteller erworbenes Produkt, an der vom Hersteller SELBST getroffenen Aussage zu eben dieser Produkt-Gattung.
Sollte eigentlich selbstverständlich sein. Jeder Konsument sollte das Produkt eines Herstellers an den eigenen Aussagen des Herstellers messen.
Wenn sich mein individuelles Produkt nun aber weit außerhalb einer zugestandenen Toleranz befindet, trifft ja die vom Hersteller getroffene Aussage für mein Produkt nicht mehr zu.
Mich «belügt» dieser Hersteller. (Ralf z.B. hat dieses Problem nicht, er wird also auch nicht «belogen»)
Ich vertrete die vielleicht unzeitgemäße Auffassung, das in einem solchen Fall der Hersteller ZU SEINEM WORT STEHEN, die VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN und die KONSEQUENZEN TRAGEN muß. Ganz einfach. Ganz Klar. Eine Frage der Ehre.
Konkret in diesem Fall, ganz simpel und deutlich: Ersatz. Dann ist wieder gut.
Es tut mir leid, ich bin noch nicht in der Lage mich so weit in metaphysischen Markwirtschafts-Katakomben zu verirren, daß ich mir eine NICHT ZUTREFFENDE AUSSAGE schönreden lassen könnte. Ich bin nicht in der Lage ein solches Vorgehen «einfach so» hinzunehmen.
Ich hoffe für mich und ALLE meine Mitmenschen, niemals so wirr im Kopf zu werden, verschrobene Rechtfertigungen und aus den Fingern gesogene «Schuldzuweisungen» (hier: selber «kaputt-gespart») für richtig zu halten.
Wohin soll das denn sonst noch alles führen?
WOLLEN wir ZULASSEN, daß uns ein Haufen stinkender Scheiße als eine duftenden Blumenwiese präsentiert werden kann?
Oder ist es etwa schon längst so?
(….wenn ich an «Produkte» vieler Geldinstitute denke, haben wir dieses Limit tatsächlich schon längst hinter uns gelassen… aber was macht uns das schon….)
@rob:
Nein – um grösser zu werden, müsste die Motivation bereits gross sein, was aus meiner Sicht nicht der Fall ist.
auf der apple seite steht das ihr akku darauf ausgelegt ist nach 300 zyklen noch 80% zu haben. wenn sie soetwas sagen, dann sollten sie es doch auch halten, da es sonst unlauterer wettbewerb ist, oder?
also bei problemen mit dem akku würde ich zunächst erstmal damit versuchen zu argumentieren.
leider hab ich den link dazu vergessen!
http://www.apple.com/de/batteries/notebooks.html
@wasch: Mit Betonung auf «bis zu» …
Tja, das ist schon so ein Kreuz mit den Apple-Akkus.
Ich habe 2004 PowerMac G$ bekommen, dessen Akku nach kurzer Zeit getauscht werden musste. Das ging ohne Probleme über die Bühne, da ich erst den Ersatzakku bekam und dann den Originalakku zurückgeschickt habe. Ich habe den Akku immer im geladenen Zustand in meiner Laptoptasche für die Ausseneinsätze verwahrt, im Büro jedoch immer ohne Akku gearbeitet. Ging prima. konnte den Rechner in den Schlafmodus setzen, nach Hause fahren und dort nach anstöpseln an der gleichen Stelle weiterarbeiten. 2009 habe ich den Mac wieder in der Firma abgegeben mit einem Akku der nur 25 Ladezyklen hatte und noch lagen Laufzeit ermöglichte. Der Nachfolge, ein MacBook Pro 15″ begeitet mich seitdem. MagSafe trägt dabei zur Beruhigung bei. ABER, ohne Akku wacht er nicht wieder aus dem Tiefschlaf auf, ist das normal? ich habe in einem viertel Jahr schon mehr Ladezyklen produziert wie zuvor in den 3 Jahren.
Kennt jemand eine Aufweckhilfe ohne Akku?
Ich hatte mit meinem Akku vom MacBook late 2008 letztens auch Probleme. Er ging auf 20% Gesundheit runter und ich konnte gerade mal ne Stunde damit arbeiten, war nicht schön. Da ich noch um die 60 Tage Garantie habe telefonierte ich schnell mit der Apple Hotline.
Dort sagte man mir, dass Apple in der Garantiezeit einen Akku der unter 80% Gesundheit und weniger 500 Zyklen hat, austauscht. Gesagt, getan. Mittwoch mittag mit Apple gesprochen, gestern war der neue Akku schon da. Nun habe ich gleich Apple Care dazu gekauft, da ich jetzt auf den Akku genauso wieder die Garantie habe, wie ich auf dem Altem auch hatte (also solange wie mein MacBook unter Garantie ist).
Ich weiss auch nicht was ich falsch gemacht haben soll. Bei meinem MacBook von 2006 hatte ich am Ende 722 Zyklen und 100% (!!!) Gesundheit. Vllt. sollte ich tatsächlich wieder mehr mit dem Akku arbeiten – auch zu Hause.
Wie macht ihr das?
Sagen wir mal man geht in die Uni, dort verbraucht man so 50% Laufzeit des Akkus. Man kommt Abends wieder, erstmal «leer» laufen lassen (bis zur Warnmeldung) oder direkt an den Strom und bis Grün aufladen lassen?