Mac-Anwendungen lassen sich problemlos mit zahlreichen Lokalisierungen, das heisst insbesondere unterschiedlichen Sprachen, ausliefern. Anwendungen mit mehr als einer Lokalisierung starten standardmässig in der Systemsprache von Mac OS X, optional kann man per Command-I oder einem Hilfsprogramm wie iLocalize eine andere Sprache wählen. Rätselhaft ist deshalb für mich, wieso es Microsoft nicht gelingt, Anwendungen mit mehr als einer Sprache zu versehen …

… den neuen «Microsoft Messenger for Mac 7» beispielsweise muss man in einer sprachspezifischen Version downloaden, ebenso gibt es Microsoft Office 2008 nur in einzelnen Sprachversion zu kaufen.
Am gleichen Übel leiden übrigens auch die Anwendungen von Adobe. Ich weiss deshalb jeweils nicht, wem ich weniger Mac-Kompetenz zusprechen soll, Adobe oder Microsoft?!



Keine Ahnung, warum MS da verschiedene Versionen anbietet bzw. alle meinen, man müsste eine separate deutsche Version laden…!? Ich habe mir MSN 7 von der MS-Seite geladen und eine multilinguale Version erhalten:
http://www.nitewing.de/gfx/MSN-20080430-024128.jpg
Und beim Starten des Programms läuft es natürlich auch auf Deutsch…! Wahrscheinlich weiß in Redmond mal wieder die rechte Hand nicht, was die linke macht…?!
Doch, die wissen genau was sie tun: Die ganzen Sprachen sind alle mit derselben Datei verlinkt.
Danke, dass du das endlich mal ansprichst!
Das ist ein absoluter Graus, jetzt stellt euch mal vor, ihr arbeitet wie ich im IT-Bereich eines international besetzten Instituts, das auf Macs und den Usern zuliebe unter anderem auf Office und die Creative Suite setzt. Das heißt für uns im Normalfall die doppelte Installation, und die unschöne Umbennenung z.B. in «Office 2004 en» und «Office 2004 de», wobei dann im Dock wieder nicht klar ist, was was ist. HORROR!
Und meist bedeutet das dann auch für jede Sprache Updates, was ebenso die User verwirren kann.
Ich denke die Ursache liegt in der Architektur ihrer Anwendung, welche seit Jahren gewachsen sind und aus der Windows Welt kommen. Früher gabs halt keine APIs um Anwendungen dynamisch eine andere Sprache unterzuschieben, also hat man was selbst gebastelt.
Wenn das ganze dann unterm Mac zum Laufen gebracht wird, wird dann entweder nur geschaut, dass die genutzten GUI Klassen irgendwie auf dem Mac nachgebildet werden oder es wird halt sonst irgendeine komische Trickserei gemacht um das ganze zum laufen zu kriegen. Wie gut das geht sieht man ja an MS Office.
Ob dann auf der Zielplatform APIs existieren, die bereits seit Jahren vorhandene Funktionalität auf einer(!) Platform besser löst, interessiert bei der portierung vermutlich dann keinen und wäre Mehraufwand.
Soweit meine Vermutungen, wieso sowas passiert
@MILE, Eberon: Gut beobachtet! Eine löbliche Ausnahme oder der Anfang von einem Minimum an Mac-Kompetenz bei Microsoft?
Ich habe mich grausam geärgert als ich gemerkt habe, dass mein Office nur in einer Sprache läuft. Der Microsoft-Support sagte, ich könne mir ja das Programm nochmals in einer anderen Sprache kaufen. Allein so spart man mit iWork Geld! Leider taugt iWork nicht zur Zusammenarbeit im Büro, oder weniger als Office jedenfalls. Aber das kann sich noch ändern, Office wird immer weniger wichtig!
So wie bei Office & Co. sieht es auch bei Windows aus: Vista ist immer noch monolingual und wenn man eine englische Installation hat, ist das Wechseln zu einer deutschen Version mit Neukauf und Neuinstallation inklusive aller Anwendungen verbunden.
Solange MS soetwas simples nicht schafft, sind deren Produkte kein Thema für mich.
@Patrick
Kurz gesagt: Deine Aussage ist falsch.
-> …Windows Vista provides a Multilingual User Interface (MUI) which, unlike Windows XP, is not applied as an outer layer of an original English version. In the new OS, the binary code of the operating system is independent of any language related resources which actually come bundled in the shape of individual language packs…
Grüsse
MT
PS: …dasselbige gilt übrigens auch für Microsoft Office 2007. Leider hab› ich keine verlässlichen Aussagen bez. der aktuellen 2008er-Mac-Version gefunden – weiss zufällig jemand ob sich ein MUI (ggf. zu einem späteren Zeitpunkt) in jener Mac-Version umsetzten liesse?
Grüsse
MT
@Martin Thomas: Ich habe auch Vista und Office 2007. Wo kann ich die Sprache umschalten? Bei Office 2008 kann man die Sprache nicht umschalten. Was möglich ist, weiss ich nicht. Ich weiss aber, dass Office 2008 eine ziemlich missglückte Transponierung von Windows zum Mac ist. Schleicherhaft, dass Microsoft nach vier Jahren nichts besseres erzielte!
Grundsätzlich scheint Office 2008 mehrsprachig laufen zu können – nur wird eben immer nur ein Sprachpaket mitgeliefert. Wer zwei Sprachversionen hat könnte ja mal versuchen ein zusätzliches Sprachpaket aus der einen Version in die andere zu kopieren. Ich befürchte nur, dass im besten Fall die jeweilige Lokalisierung unvollständig ist, im schlechtesten Fall das Ding gar nicht mehr startet… Käme aber auf einen Versuch an.
@Carsten D.
Besten Dank – an fehlender Experimentierfreudigkeit solls ja nicht scheitern
Mal schauen wie man am besten zu einem solchen Sprachpacket kommen mag…
@Anonymous
Hier findest du das ‹How-To› für MS Windows Vista:
-> http://windowshelp.microsoft.c.....d1033.mspx
…und hier jenes zu MS Office 2007:
-> http://office.microsoft.com/en.....41033.aspx
Je nach Produkt-Version und Installationstyp kann es sein dass gewisse Optionen (noch) nicht zu Verfügung stehen.
Grüsse
MT
Also ich bin froh, wenn es Programme gibt, die nicht jede Sprache mit an Board haben.
Kostet nur unnötig Speicherplatz und wozu soll ich Sprache installieren, die niemand benötigt?
Es gibt vermutlich kein Programm, das jede Sprache an Bord hat.
Das soll Deine Entscheidung sein – bei der Installation … nicht jeder ist «sprachfaul», gerade im Geschäftsalltag ist die Arbeit mit verschiedenen Sprachen weit verbreitet.
Tatsache? Gut, englisch kommt mir auch noch teilweise unter, aber sonst eigentlich nur deutsch.
Für mich, ja – deshalb auch die Beschreibung als Macke … :|
Ok, dann ist es wahrlich eine Macke.
Wobei vielleicht nicht unbedingt eine Macke, sondern eher eine fehlende Auswahlmöglichkeit des Programms.
Klar, das ist Definitionssache – bei MacMacken geht es namensgemäss um Macken, entsprechend häufig und umfassend die Begriffsverwendung …
Und genau das find ich auch toll hier, denn viele Dinge hab ich bisher nie so recht erkannt, dass es sich um eine Macke handelt
Man soll nicht gezielt nach Macken suchen, ansonsten ärgert man sich bloss beim Arbeiten …