Time Capsule zu langsam für Musik und Film

Die Datensicherung mit «Time Machine» und «Time Capsule» ist zwar komfortabel, aber leider sehr langsam. Ärgerlich ist dabei, dass für die Kombination von «Time Capsule» und «Time Machine» keine Quality of Service (QoS)-Funktionalität besteht, für die Datensicherung per LAN oder WLAN wird deshalb jeweils fast die gesamte verfügbare Bandbreite belegt …

… E-Mail und Surfen im Internet ist damit noch möglich, das Übertragen von Daten mit etwas höherer Bandbreite hingegen funktioniert nicht mehr zuverlässig – dazu zählt insbesondere das Abrufen von Musikdateien oder das «Streamen» von Videodateien von einem anderen Computer im LAN/WLAN oder gar von der «Time Capsule» selbst. Störungsfrei funktionieren solche Datenübertragungen nur, wenn die «Time Capsule» gerade nicht von «Time Machine» auf dem eigenen oder einem anderen Mac im LAN/WLAN in Anspruch genommen wird. Schade! :(

Artikel zu ähnlichen Themen

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

19 Antworten auf Time Capsule zu langsam für Musik und Film

  1. Heiko schreibt:

    Hmm…. ich kenne das Problem bei allen Datenübertragungen im Netz. Grade ein WLAN ist schnell «gesättigt». Deswegen halte ich Datensicherungen via Time-Capsule nur für eine Krücke – zumindest bei Geschwindigkeiten unter Draft-N-Niveau.

    Ekliger wird’s nur noch, wenn man FileVault aktiviert hat, und auf die Sicherung warten muss.

    Wenn nur ein Rechner im WLAN ist, könnte ich mir vorstellen, die Bandbreite lokal zu priorisieren. Sobald mehrere Rechner im WLAN stecken wird das halt dann langsam, wenn einer davon grade Backup macht.

  2. wazi schreibt:

    Oh, danke für diesen sehr sinnvollen Hinweis.
    Ich spiele nämlich seit 2 Wochen mit dem Gedanken mir die kleine Time Capsule zu holen.
    Würde diese allerdings in erster Linie gerne als iTunes Datenbank verwenden wollen.
    Kann man das vergessen, wenn man selbst noch das «alte» WLAN hat, also kein n-WLAN?

  3. Markus schreibt:

    Also wo ich gerade über Aussetzer beim Musik hören von der Time Capsule über Wlan gelesen habe, viel mir auch der Airport Express ein. Denn der hat auch kein QoS für die AirTunes, so dass wenn man mal was mehr kopiert schnell der Ton abreißt. Eigentlich schade, hätte man doch bei Apple mitdenken können, ist ja immerhin ein Apple Produkt das mit einem anderen Apple Produkt (Macbooks) zusammen arbeiten sollte…

  4. MacMacken schreibt:

    Hmm…. ich kenne das Problem bei allen Datenübertragungen im Netz. Grade ein WLAN ist schnell “gesättigt”. Deswegen halte ich Datensicherungen via Time-Capsule nur für eine Krücke – zumindest bei Geschwindigkeiten unter Draft-N-Niveau.

    n-WLAN löst das Problem leider auch nicht, per WLAN ist bei der «Time Capsule» meiner Erfahrung nach bei etwa 3 MB/s die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Notwendig wäre QoS im Sinn einer Bandbreitenbeschränkung für die Datenübertragung zwischen «Time Machine» und «Time Capsule». Die Datensicherung mit «Time Capsule» selbst funktioniert im Grundsatz ordentlich; insbesondere ist es bei mobilen Macs sehr komfortabel, nicht mehr an das Anstöpseln einer externen Festplatte denken zu müssen.

    Ekliger wird’s nur noch, wenn man FileVault aktiviert hat, und auf die Sicherung warten muss.

    «Time Machine» und FileVault sind ein (leidiges) Thema für sich … ich hoffe, Apple bringt diesbezüglich noch Verbesserungen – bislang kann man «Time Machine» und FileVault ja eigentlich nicht sinnvoll verwenden, und FileVault selbst leidet unter einigen gravierenden Macken.

    Wenn nur ein Rechner im WLAN ist, könnte ich mir vorstellen, die Bandbreite lokal zu priorisieren. Sobald mehrere Rechner im WLAN stecken wird das halt dann langsam, wenn einer davon grade Backup macht.

    Beim differenziellen Backup von «Time Machine» ist die Geschwindigkeit weniger wichtig, das wäre akzeptabel … zumal theoretisch genügend Bandbreite verfügbar wäre, «Time Machine» lastet rein von der Netto-Datenmenge ein n-WLAN nicht aus.

  5. MacMacken schreibt:

    Würde diese allerdings in erster Linie gerne als iTunes Datenbank verwenden wollen.
    Kann man das vergessen, wenn man selbst noch das “alte” WLAN hat, also kein n-WLAN?

    … es funktioniert, ist aber langsam – per WLAN liegen lediglich etwa 3 MB/s drin. Ich experimentierte einige Zeit damit, doch letztlich erschien mir iTunes damit zu langsam, zumal iTunes nicht darauf ausgelegt ist, mit langsamen Verbindungen zu arbeiten. Gerade das Bearbeiten von Metadaten dauerte noch länger als sonst schon, ja, letztlich dauert schlicht alles länger. Aber probier’s doch einfach aus, für mich war es zu langsam, aber vielleicht bin ich zu wenig geduldig! ;)

  6. MacMacken schreibt:

    Also wo ich gerade über Aussetzer beim Musik hören von der Time Capsule über Wlan gelesen habe, viel mir auch der Airport Express ein. Denn der hat auch kein QoS für die AirTunes, so dass wenn man mal was mehr kopiert schnell der Ton abreißt. Eigentlich schade, hätte man doch bei Apple mitdenken können, ist ja immerhin ein Apple Produkt das mit einem anderen Apple Produkt (Macbooks) zusammen arbeiten sollte…

    … schade ist diesbezüglich auch, dass iTunes Daten nicht «cachen» kann. Im VLC Media Player beispielsweise kann man «Caching» konfigurieren, so dass auch bei langsameren und nicht vollständig stabilen Netzwerkverbindungen ein Abspielen noch möglich ist.

  7. wazi schreibt:

    Das mit dem einfach ausprobieren ist nicht so einfach.
    Ich kauf mir nicht ein Gerät um knapp 300 Euro, damit ich dann nachher merk, dass es nichts für mich ist.

  8. MacMacken schreibt:

    Das mit dem einfach ausprobieren ist nicht so einfach.
    Ich kauf mir nicht ein Gerät um knapp 300 Euro, damit ich dann nachher merk, dass es nichts für mich ist.

    Stimmt, mein Denkfehler, sorry … im Prinzip kannst Du Dir iTunes mit einer sehr langsamen Festplatte vorstellen. Fürs Abspielen allein funktioniert es, wenn nicht gerade «Time Machine»/«Time Capsule» das (W)LAN blockieren, das Bearbeiten von Metadaten, etc. hingegen dauert naturgemäss viel zu lange …

  9. wazi schreibt:

    Gut, in erster Linie würd ich ja auch gern nur meine Lieder abspielen. Wird es auch ausreichen für Filme und größeren Daten?

    Ich werd mal zur Sicherheit meinem Apple-Händler die Frage stellen, ob ich das Teil probehalber kaufen kann und anschließend wieder zurück geben, wenn es nicht passt.

  10. MacMacken schreibt:

    Gut, in erster Linie würd ich ja auch gern nur meine Lieder abspielen. Wird es auch ausreichen für Filme und größeren Daten?

    Schwierig zu sagen, das ist individuell, für mich war es zu langsam … zumal ich eben auch Bewerten, Fehler korrigieren, usw. möchte.

  11. Patrick schreibt:

    Ich werd mal zur Sicherheit meinem Apple-Händler die Frage stellen, ob ich das Teil probehalber kaufen kann und anschließend wieder zurück geben, wenn es nicht passt.

    Wenn der Händler das nicht zulassen will und/oder keinen Demo-Aufbau zu dem Zweck hat/machen will, empfiehlt sich der Kauf übers Internet. Sobald man bei einem Versand bestellt, (egal ob im Apple Store oder z.B. beim besten Händler ever, dem Herrn Hufnagel [entervisions.de]), gibt es eine zweiwöchige Rückgabefrist ohne weitere Kosten. Dazu muss die Ware natürlich unbeschädigt und in komplettem Umfang zurückgesendet werden. Die Nummer, die viele Händler fahren, dass auch die Umverpackung oder z.B. Blisterverpackungen («eingeschweißt») unversehrt sein müssen, muss man nicht ernstnehmen, denn wie sollte man sonst die Ware überprüfen können? ;-)

  12. wazi schreibt:

    Supi, danke für den Hinweis, Patrick!

  13. MacMacken schreibt:

    Glückliche deutsche Konsumenten! :)

    In der Schweiz ist gekauft üblicherweise gekauft … :|

  14. Anonymous schreibt:

    Fehlendes QoS ist ein Witz in der heutigen Zeit. Ich z.B. benötige das für das Telefon, da ich noch nichtmal ein Festnetztelefon besitze und alles über VoIP (SIP) mache. Da bin ich mit Tomato oder DD-Wrt auf einem Linksys WRT54G, Buffalo usw. besser bedient: http://www.forum-3dcenter.org/.....p?t=390267

    Laut c’t ist die «NAS-Funktionalität» über Gigabit-Lan bei der Time Capsule auch sehr bescheiden. Irgendwie überzeugt mich das Produkt nicht, auch wenn die Ansätze nett sind.

  15. Heiko schreibt:

    QoS an eine Netzgrenze ist einfach (also auf einem Router)

    _innerhalb_ eines (W)LANs ist nochmal ne andere Geschichte.

  16. MacMacken schreibt:

    @Heiko: «Time Capsule» ist auch Router, das heisst «Time Machine»-Verbindungen könnten wohl durchaus in ihrer Geschwindigkeit beschränkt werden … angesichts der eh schon langsamen Geschwindigkeit verstehe ich allerdings, dass Apple dies nicht macht … ;)

  17. MacMacken schreibt:

    Fehlendes QoS ist ein Witz in der heutigen Zeit. Ich z.B. benötige das für das Telefon, da ich noch nichtmal ein Festnetztelefon besitze und alles über VoIP (SIP) mache. Da bin ich mit Tomato oder DD-Wrt auf einem Linksys WRT54G, Buffalo usw. besser bedient: http://www.forum-3dcenter.org/…..p?t=390267

    Gibt es inzwischen n-WLAN-Router, auf denen DD-WRT, etc. laufen?

    Laut c’t ist die “NAS-Funktionalität” über Gigabit-Lan bei der Time Capsule auch sehr bescheiden. Irgendwie überzeugt mich das Produkt nicht, auch wenn die Ansätze nett sind.

    Was schreibt die c’t dazu? Ich erreiche um die 12 MB/s per Gigabit-Ethernet.

  18. Anonymous schreibt:

    Ich glaube es gibt den ein oder andern n-WLAN-Router, der DD-WRT kann. Jedenfalls finde ich fehlendes QoS ein großes Manko.

    c’t (S. 68, Heft9, 2008)
    «Der gemessene SMB-Durchsatz für Windows-Dateifreigabe war mit 12,5 MByte beim Schreiben über LAN für ein NAS-Gerät mit Gigabit-Ethernet noch zufriedenstellend, mit 13,6 MByte/s beim Lesen aber eher unterdurchschnittlich. «

  19. AssetBurned schreibt:

    hm hier hatten wir eine ähnliche situation. ein MB, ein MBP und ein Mini in einem 54′er netz. das MBP sollte auf dem Mini die TM-backups machen. Ergebniss war im WLAN ging nix mehr…. ok außer das Backup.
    Die Lösung war einfach ein 2. WLAN auf machen. Die anschaffung einer Extream brachte die Lösung. Zwischen zwei Express wird eine Brücke aufgespannt und der Mini an die eine Station geklemmt. Die andere Station kommt an die Extream. Nun können beide Laptops mit Draft N verbinden und das backup kann maximal mit 54MBit/s geschehen.
    QoS wäre mir zwar lieber aber als Workaround ist es ne praktikable Lösung.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit einem roten Sternchen gekennzeichnet.

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>