Täuscht der Eindruck oder verwandeln sich tatsächlich immer mehr kleine, aber feine Mac-Anwendungen, die man bislang kostenlos nutzen konnte, in kommerzielle Software?
Die Beispiele ImageWell und WhatSize habe ich bei früherer Gelegenheit bereits erwähnt, nun gilt es auch für «Witch» zu bezahlen – die Möglichkeit, unter Mac OS X per Tastenkombination zwischen Fenster von unterschiedlichen Anwendungen zu wechseln, kostet 9.95 EUR (etwas mehr als 16 CHF) …

… die Begründung von «Witch»-Entwickler Peter Maurer kann man im «Many Tricks Blog» nachlesen. Auf den Punkt gebracht, erklärt Maurer schlicht und einfach, dass er Geld für seine Software erhalten möchte. Legitim, und doch, ein gewisses Bedauern über das Verschwinden von nicht kostenpflichtigen Mac-Anwendungen kann ich jeweils nicht verneinen … ![]()
Abschliessend drei Macken im Zusammenhang mit dem Kauf von «Witch» in der nun kostenpflichtigen Version: Für den Warenkorb würde ich 1. ein «echtes» Browser-Fenster bevorzugen. 2. frage ich mich, wieso man ausschliesslich per PayPal bezahlen kann. 3. schliesslich vermisse ich Angaben zur Mehrwertsteuer … ![]()



Auf der Witch-Webseite lese ich weiterhin nur “Donate if you want”. Woher weisst du, dass Witch kostenpflichtig wird?
«Witch» ist inzwischen kostenpflichtig – ich weiss es aus dem verlinkten Blogeintrag und auf der «Witch»-Website lese ich folgendes:
«Donationsware» funktioniert nicht, wenn man für seine Software tatsächlich Geld erhalten möchte. Entsprechend ist «Witch» nun kostenpflichtige Software (Shareware).
Wenn ein Entwickler nur mit PayPal bezahlt werden möchte, hat er/sie einfach Pech gehabt. Ich will mit PayPal nach schlechten Erfahrungen nichts zu tun haben und wer seine geschäftliche Existenz dieser Firma anvertraut, muss einen Schuss weg haben.
Ist doch klar, warum viele Entwickler PayPal akzeptieren: es ist einfach und geht sauschnell, quasi instant.
Schon klar, Denny. Nur wer ausschließlich PayPal akzeptiert, ist es nicht weiter wert. Leider ist das System PayPal schon zu weit gediehen und den meisten Nutzern sind die Gefahren und Monopolisierung des Internetbezahlverkehrs nicht bewusst. Für kleine Summen sicher praktisch, denn da relativiert sich der Sicherheitsmangel ja wieder. Ein Postbrief wäre teurer und wahrscheinlich unsicherer.
- Größere Summen über dieses System zu verschicken, also alles ab 10 Euro, halte ich jedoch für fahrlässig.
unglaublich, der will 10eur für die umlegung des shortcuts cmd+< auf cmd+tab. :rolleyes:
da gehört noch ein “<” nach das plus.
Ich habe mir erlaubt, Deinen Kommentar von 11:39 Uhr entsprechend zu korrigieren.
AFAIK ermöglicht «Witch» den Wechsel zwischen Fenstern von verschiedenen Programmen, während Mac OS X standardmässig nur den Wechsel zwischen Programmen (Command-Tab) und Fenstern von Programmen Command-< ) erlaubt. Vor allem «Switcher» bekunden damit Mühe, ich hatte sie anfänglich auch und verwendete damals sogar eine frühe Version von «Witch» … allerdings gewöhnte ich mich bald an das Mac-Konzept und nerve mich inzwischen über den Fensterwechsel unter Windows … ;)
Bei Windows 7 kann man mit der Win- (oder Alt) und der Tab-Taste schnell durch komplett alle Programme und Fenster wechseln.
ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, sitze gerade nicht an einem mac. aber ist nicht standardmäßig cmd+tab der wechsel zwischen den programmen und cmd+< der wechsel zwischen den fenstern?
das einzige was witch mitbrigt ist eine gui für diesen wechsel – oder?
berichtige mich, sollte ich falsch liegen.
gerd
Ja, das stimmt, aber nur im Bezug auf die Fenster des gleichen Programms. Da typische Mac-Programme aus mehreren Fenstern bestehen, wäre es ohne zusätzliche GUI unübersichtlich, wenn man zwischen einzelnen Fenstern von verschiedenen Programmen wechseln könnte. «Witch» löst dieses «Problem», wobei vor allem «Switcher» überhaupt ein «Problem» sehen …
Ein weiterer Fall: TotalTunes Control, bislang eine kostenlose Alternative zu CoverSutra, ist nun auch kostenpflichtig (8 USD).
was mich besonders ärgert ist bei solche ehemaliger Freeware:
Es ist mir schon zweimal passiert, dass ich irgendwann mal auf “Donate” geklickt habe und dann das eine Mal € 15,00, das andere Mal € 20,00 überwiesen habe.
Und irgendwann wurde das Ganze dann von der Free- zur Kaufware und ich durfte noch einmal bezahlen
In solchen Fällen ist üblich, dass Spender eine Lizenz der neu kostenpflichtigen Anwendung erhalten – ansonsten müsste man sich ja jeweils fragen, wieso man überhaupt spendet …
Da müsste sich doch was mit einer kurzen Email an die Programmierer regeln lassen…