«G-Archiver» ist ein Programm um E-Mail, die bei Googles E-Mail-Dienst «Gmail» gespeichert ist, auf dem eigenen Computer lokal zu archivieren. Dafür muss man «G-Archiver» Benutzername und Kennwort für den «Gmail»-Zugriff mitteilen, ähnlich wie man beispielsweise einem FTP-Programm Benutzername und Kennwort für den FTP-Zugriff mitteilen muss. Leider hat «G-Archiver» den Schönheitsfehler, dass es die Benutzerangaben per E-Mail an John Terry, den Entwickler von «G-Archiver» sendet!

Mac-Benutzer mögen nun einwenden, «G-Archiver» sei ein Microsoft Windows-Programm und für sie deshalb nicht gefährlich. Stimmt für «G-Archiver», doch stelle ich einerseits fest, dass Microsoft Windows immer häufiger auch auf Macs anzutreffen ist, und andererseits ist es auch für Mac-Entwickler problemlos möglich, über ihre Programme Benutzerdaten zu sammeln – gerade Programme, die nicht als Open Source-Software veröffentlicht werden, sind diesbezüglich völlig undurchsichtig.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser … deshalb sollte man auch als Mac-Benutzer bei der Auswahl der eigenen Software wählerisch sein und sich im Zweifelsfall für die Transparenz von freier Open Source-Software entscheiden. Obwohl, glauben Gmail-Benutzer nicht sowieso, sie hätten nichts zu verbergen?
(via «Coding Horror»-Weblog)



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Während G-Archiver jetzt ein Prachtbeispiel für eine Desktopanwendung ist, die die Daten und das Vertrauen der Nutzer missbraucht, sollen auch nicht die ganzen Webanwendungen (besonders irgendwelche sozialen Netzwerke und personalisierte Startseiten) übersehen werden, die zwecks Komfortfunktionen auch ganz gern sämtliche Passwörter für E-Mail-Accounts und andere genutzte Webdienste haben möchten.
@Ralph: Volle Zustimmung, selbstverständlich!
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