«Hände weg von Skype!»
Samstag, 29. Dezember 2007 um 1:40 Uhr[…] Bei Gesprächen nebenbei hat Andy Müller-Maguhn [vom Chaos Computer Club (CCC)] … erfahren, dass Skype alle Verschlüsselungs-Schlüssel zentral in Luxemburg speichert. Die deutschen Behörden werden Skype nicht überwachen, da dies bereits durch die NSA erledigt wird. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass Skype eine der einzigen Programme ist, bei dem die schweizerische AIOS [= Abteilung Information Objektsicherheit] Alarm schlägt, wenn es auf einem Laptop des Bundes installiert wird. Mit anderen Worten: Hände weg von Skype! […]
Ohne Kommentar (via Offiziere.ch).
Samstag, 29. Dezember 2007 um 11:51 Uhr
Tja, mir war Skype schon immer suspekt. Nicht nur das die ihr Protokoll nicht wirklich offengelegt haben oder völlig inkompatibel zu anderen Messengern bzw. VoIP-Lösungen sind… Da kann man sich von den Schweizern mal ‘ne Scheibe abschneiden! (und diesmal kein Käse!)
Samstag, 29. Dezember 2007 um 14:35 Uhr
Das ist total aus dem Zusammenhang gerissen… das Skype generell Zugriff hat sollte auch vorher schon klar gewesen sein, allerdings werden die Gespräche nicht über deren Rechner geroutet… würden sie von der Kapazität auch nicht schaffen.
Der Vortrag gestern war an anderen Stellen wesentlich frustrierender, aber trotzdem ziemlich gut.
Ist denn sonst noch jemand von den üblichen Verdächtigen hier auch aufm 24C3?
Samstag, 29. Dezember 2007 um 14:35 Uhr
Die Alternative wäre ja auch das PGPfon… und bei der Verbreitung gute Nacht.
Samstag, 29. Dezember 2007 um 15:25 Uhr
Da Skype als «Black Box» daherkommt, musste man schon immer davon ausgehen, dass die Verschlüsselung keinen wirksamen Schutz bietet. Ich weiss nicht, ob Skype bei Bedarf Verbindungen über Überwachungsserver routen kann, aber da die Schlüssel zentral gespeichert werden, können sie jederzeit an interessierte Überwachungsstellen ausgehändigt werden … sollte Skype nicht in der Lage sein selbst abzuhören, kümmern sich halt staatliche Überwachungsstellen darum, beispielsweise die erwähnte NSA.
PGPfone ist IMHO nicht mehr im Rennen, AFAIK stammt die letzte Version von 1997 … heute könnte man allenfalls Zfone verwenden. Die Verbreitung von solchen Verschlüsselungslösungen ist leider gering, da die meisten Benutzer schlicht nicht an Sicherheit interessiert sind.
Apropos 24C3: Macs scheinen inzwischen zu dominieren … wie halten es all die «Hacker» mit der Sicherheit? Auf dem Mac lässt sich ja nicht einmal die Festplatte vollständig verschlüsseln.
Samstag, 29. Dezember 2007 um 15:29 Uhr
Das Problem bei Skype ist die Macht des Faktischen – mit vielen anderen Personen kann man schlicht nur noch via Skype kommunizieren, an vielen Orten läuft VoIP schlicht nur per Skype … wie soll man mit solchen Herausforderungen – ein anderes Beispiel ist Facebook – umgehen?
Samstag, 29. Dezember 2007 um 17:43 Uhr
[...] MacMacken und offiziere.ch] Vermutlich fällt das 2008-Jahresfazit des CCC ebenso deprimierend aus. Denn [...]
Samstag, 29. Dezember 2007 um 19:16 Uhr
Liebe Hacker! Schön und gut, Hände weg von Skype. Und mit was telefonieren? Skype ist doch einfach das einzige, was es gibt, das jeder installieren kann, das auf allen Systemen läuft, mit jeder Internetverbindung funktioniert und Chat, Telefon und Video vereint. Alternativen? Nix!
Sonntag, 30. Dezember 2007 um 5:35 Uhr
Die Frage ist nicht, ob es Alternativen gibt, sondern ob es bequeme Alternativen gibt … leider antwortet die Antwort diesbezüglich nein – Datenschutz, Privatsphäre und Sicherheit gibt es bedauerlicherweise nicht zum Nulltarif …
Dienstag, 1. Januar 2008 um 2:08 Uhr
[...] «Hände weg von Skype!» [...]
Freitag, 2. Mai 2008 um 20:16 Uhr
[...] «Hände weg von Skype!» [...]
Samstag, 26. Juli 2008 um 17:05 Uhr
Passend dazu: «Spekulationen um Backdoor in Skype» kürzlich bei Heise Online … :roll: