Microsoft Entourage 2008 versus Time Machine

Im Frühjahr 2008 wird im Rahmen von Microsoft Office 2008 für den Mac – dem ersten Microsoft Office mit nativer Unterstützung für Mac-PCs, das heisst Macs mit Intel-Prozessoren – wird auch Microsoft Entourage erscheinen. Entourage ist die Mac-Variante von Microsoft Outlook zur Verwaltung von E-Mail, Kalender, Adressen und so weiter.

Die Daten von Entourage werden in einer einzigen grossen Datei gespeichert, die sich ständig ändert. In der Folge funktioniert die «Time Machine»-Datensicherung nicht (richtig) und Microsoft empfiehlt deshalb schon jetzt, die Entourage-Datenbank von der «Time Machine»-Datensicherung auszunehmen:(

Because Entourage uses a single file database, over time it can become large (sometimes really large). In those cases, Entourage data will not work optimally with Time Machine. Our recommendation is to exclude your Entourage Identity folder(s) in the Time Machine preferences

… man kann nun Microsoft vorwerfen, kein «Time Machine»-taugliches Datenformat gewählt zu haben. Ich frage mich aber eher, wieso «Time Machine» nicht in der Lage ist, Teile von Dateien zu sichern anstatt jeweils vollständige Dateien, wenn sich diese verändert haben. Wieso hat Apple diese wichtige Funktionalität «vergessen», zumal sie bei anderen Anwendungen zur Datensicherung längst zur Grundausstattung zählt?

(Ebenfalls problematisch für «Time Machine» sind Disk Images, da es sich um grosse Dateien handelt, die sich häufig ändern – verschlüsselte Disk Images sowie Disk Images von Parallels Desktop und VMware Fusion muss man deshalb allenfalls auch von der Datensicherung mit «Time Machine» ausschliessen.)

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9 Antworten auf Microsoft Entourage 2008 versus Time Machine

  1. Matt schreibt:

    Welche Software soll das denn sein, die nur die geänderten Teile beispielsweise einer Entourage-DB sichern und diese dann auch problemlos wieder herstellen kann?

    Es ist definitiv das Konzept von Entourage, das dringend überarbeitungswürdig wäre (auch vor dem Problem, dass die Datenbank auf älteren System riesen Ärger macht, sollte sie auf über 2GB anwachsen wollen). Aber wer braucht schon MS Office?

  2. Die Frage muss man umgekehrt stellen: Welche Datensicherungsprogramme neben «Time Machine» orientieren sich noch an Dateien anstatt an tatsächlichen Daten? ;)

  3. DB schreibt:

    @MacMacken:

    Ich muss Matt zustimmen.
    Time Machine macht alles richtig.
    Die PST oder OST-Datei hat eine Änderung erhalten, sprich neue E-Mail kam an.
    Das heißt die gesamte Datei hat eine Änderung erhalten und so ein neues Datum bekommen.
    Folglich sichert Time Machine diese.

    -> Normales Backupprinzip. Machen die professionelle wie Symantec Backup Exec oder BrightStore ArcServe ebenso.

    Wenn man auf PST oder OST verzichten kann, sollte man dies tun.
    Wer Mails offline brauch, benötigt halt eine OST.

    Zum 2 GB Problem: Unter Windows sprich Outlook ist dies seit Office 2003 gefixt, da es nur noch UNICODE PST/OST-Dateien gibt.

  4. DB schreibt:

    Ich meinte damit, dass die professionellen Programme dies genauso machen, wenn man großen Dateien sichert.

    Diese Programme haben natürlich anderen Möglichkeiten um Mailboxes zu sichern (z.B. auf Einzel-Mail Basis)

    So was fehlt Time Machine natürlich, also für Entourage.

    Apple Mail wird ja von Time Machine supportet-

  5. Time Machine macht alles richtig.
    Die PST oder OST-Datei hat eine Änderung erhalten, sprich neue E-Mail kam an.
    Das heißt die gesamte Datei hat eine Änderung erhalten und so ein neues Datum bekommen.
    Folglich sichert Time Machine diese.

    Es wäre nicht notwendig, die ganze Datei zu sichern, da bloss Teile der Datei verändert wurden oder neu dazugekommen sind … :roll:

    Aber wer braucht schon MS Office?

    So ziemlich die gesamte Geschäftswelt? ;)

  6. DB schreibt:

    Ja aber dazu müsste Apple Entourages Dateityp und Aufbau der Datenbank etc. kennen.

    Ebenso auch den Aufbau der VMware Images, auch der Parallels Images usw…

    Würde zu weit führen.

    Dass man sich noch mit MS einig wird, könnte ich mir gut vorstellen.

  7. Ja aber dazu müsste Apple Entourages Dateityp und Aufbau der Datenbank etc. kennen.

    Ebenso auch den Aufbau der VMware Images, auch der Parallels Images usw…

    Würde zu weit führen.

    Stimmt, jedenfalls in einer Datei-orientierten Perspektive. Die Datensicherung könnte aber auf Dateisystem-Ebene stattfinden, nicht?

    CrashPlan and QRecall beispielsweise können grosse Dateien in Teilen sichern …

  8. Olli schreibt:

    Ich hab’s mal so versucht: Per Automator und iCal ein wöchentliches Backup der Entourage DB anlegen (voriges Backup jeweils überschreiben) und die eigentliche DB in Time Machine ausschließen. So rödelt TM nur einmal die Woche etwas länger vor sich hin und die Datensicherheit ist für mich hinreichend gegeben. Da ich meine TM erst gestern zum ersten mal angeworfen habe wird sich in einer Woche und dann in einem Monat zeigen, ob die Schlankheitskur funktioniert.

    Ich hab nun über 2 Jahre mit RsyncX gearbeitet. Damit kann man z.B. rotierende, inkrementelle Backups machen. Die Problematik mit riesigen Files, die sich häufig ändern besteht aber auch dort. Ehrlich gesagt ist es mir so rum aber lieber als ein Backuptool zu nutzen (sofern es sowas überhaupt gibt), das innerhalb von Datenbanken oder Disk-Images agiert. Bei iTunes oder iPhoto z.B. ist ja auch nicht garantiert, dass sie ihre eigenen Datenbanken nicht hin und wieder mal zerschießen. Da möchte ich mir erst gar nicht ausmalen, was ein 3rd Party Tool veranstalten würde, wenn ich es auf die Datenbanken verschiedener Programme loslassen würde.

  9. robert schreibt:

    Naja, wer braucht schon eine lokale Datensicherung der Datenbank. Die sollte doch sicher auf einen Exchange Server liegen.
    Das lokale ist eher unwichtig…
    Gut, das mag jetzt sicher stark nach MS Verkaufsstrategie klingen, aber ich verstehe nicht weshalb man entourage ohne Exchange benutzen sollte, bzw. einen anderen Groupware client (Linux hat da ein paar freeware Sachen zu bieten.)
    Im übrigen hat meine Datenbank nie mehr als 500 MB… nur Schlamper haben mehr..

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