Apple vernachlässigt X11

Montag, 17. September 2007 um 19:00 Uhr

Apple lobt sich und die eigenen Produkte gerne in den Himmel, so auch die X11-Unterstützung. Auf der Website von Apple heisst es dazu unter anderem:

[…] X11 für Mac OS X bietet UNIX Benutzern die Möglichkeit, tausende von X11 Programmen gleichzeitig mit anderen Mac OS X Programmen auszuführen. […] X11 für Mac OS X bietet eine vollständige Implementierung des X Window Systems zum Ausführen von X11 basierten Programmen unter Mac OS X. Basierend auf dem De-facto-Standard für X11, dem Open-Source-Projekt XFree86, ist X11 für Mac OS X kompatibel, schnell und vollständig in Mac OS X integriert. […]

Die Benutzer von X11 sind deutlich weniger euphorisch. Robert Gorn schreibt beispielsweise im Heise Online-Forum in diesem Zusammenhang:

[…] Apples X ist auf dem Stand von XFree86 4.3.0, zig Jahre alt, nur maessig in Apples eigene Oberflaeche integriert, voller Fehler (die auf Apples Konto gehen!) und weiterentwickelt (oder auch nur fehlerbefreit) wird es von Apple auch schon seit Jahren nicht mehr.

Und weiter:

[…] Ich rede von dem, was Apple momentan als X11 anbietet. Besonders lustig ist dieser Satz: “X11 für Mac OS X nutzt das Mac OS X Quartz Grafiksystem für hardwarebeschleunigte 2D- und 3D-Grafik.” Daran kann man sehen, dass Apples PR-Leute erstens kein Deutsch
koennen, und zweitens auch noch frech luegen. Ansonsten mag es tatsaechlich sein, dass Apple auf XFree86 4.4.0 updedatet hat. Mordsleistung: Das Zeug ist voellig obsolet, Release Date: 29. Februar 2004. Auch hat Apple seit dieser Zeit keinen einzigen Bug gefixt, nicht mal die eigenen.

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